20 Jahre nach dem "Der Teufel trägt Prada"-Debüt kehrt der Kultfilm auf die Leinwand zurück. Klar, dass Meryl Streep nicht fehlen darf. In einem Interview nutzte die Schauspielerin nun die Gelegenheit für eine scharfe Kritik an einer relativ neuen Hollywood-Gegebenheit.
Knapp 50 Jahre im Filmgeschäft und drei Oscars: Meryl Streep hat in ihrer Karriere einiges erlebt und den ein oder anderen Wandel in Hollywood aus erster Reihe beobachtet. Neu anfangen würde die 76-Jährige heute nicht mehr wollen. "Wenn du heute anfangen willst, brauchst du schon eine bestimmte Anzahl an Followern, bevor du überhaupt zum Vorsprechen eingeladen wirst", kritisierte die Schauspielerin gegenüber "Bild".
Diese Vorgehensweise verachte Streep, wie sie ohne Umschweife betonte: "Ich denke, ich würde mich umbringen!" Schlimm finde sie auch, dass persönliche Vorsprechen für Filme zunehmend Mangelware werden. "Man kann nur noch online vorsprechen. Du musst dir also zu Hause ein Set aufbauen, dein eigenes Licht, deine eigene Kamera, und anschließend etwas verschicken", erklärte Meryl Streep. Abfällig fügte sie hinzu: "Dann wischen sie durch, und wenn das, was du da bei dir zu Hause gemacht hast, nicht gefällt, dann wischen sie dich weiter, wie bei Tinder."
"Der Teufel trägt Prada 2" startet am 30. April
Nach Ansicht von Meryl Streep sei es durch diese nun gängige Praxis kaum noch möglich, zu "beurteilen, ob jemand gut oder schlecht ist. Alles sieht gleich aus, alle sehen gleich aus". Daher kam der Hollywoodstar zu dem vernichtenden Urteil: "Furchtbar!" Ebenso wenig kann Streep dem Trend abgewinnen, mit hochkantigen Filmformaten ein Social-Media-affines Publikum anzusprechen: "Jetzt werden Kurzfilme gedreht, in denen alles so großformatig ist, nur damit man es auf dem Handy anschauen kann."
Im traditionellen Kinoformat kommt dagegen "Der Teufel kommt Prada 2" daher. Die Fortsetzung des Leinwandklassikers von 2006 startet am Donnerstag in den deutschen Kinos. Neben Meryl Streep übernimmt erneut Anne Hathaway die Hauptrolle in dem Film. Für Streeps Figur Miranda Priestly gilt Ex-"Vogue"-Chefredakteurin Anna Wintour als Hauptinspiration. Weitere prominente Stars im Film von Regisseur David Frankel sind Stanley Tucci, Emily Blunt und Kenneth Branagh.
Quelle: teleschau – der mediendienst