"Höhle der Löwen"-Investor Carsten Maschmeyer hat Friedrich Merz nach der CDU-Wahlschlappe in Sachsen-Anhalt an dessen Aussagen vor der letzten Bundestagswahl erinnert. Bereits zuvor hatte der Investor gefordert, der Bundeskanzler müsse abgelöst werden.
Im ARD-Talk von Sandra Maischberger forderte Carsten Maschmeyer unlängst Friedrich Merz zum Rücktritt auf. Jetzt legte der aus der TV-Show "Die Höhle der Löwen" bekannte Unternehmer und Investor gegen den Bundeskanzler nach. In einem bei verschiedenen sozialen Medien geteilten Video, das den 67-Jährigen vor dem Berliner Reichstagsgebäude zeigt, fragt er rhetorisch: "Herr Merz, erinnern Sie sich noch an ihre eigenen Worte?"
Maschmeyer spielt damit an auf Aussagen von Friedrich Merz gegenüber seinem Amtsvorgänger aus dem letzten Bundestagswahlkampf: "Im Februar '25 haben Sie Olaf Scholz vorgeworfen, dass durch seine Politik die AfD überhaupt so stark geworden ist. Ihre Rechnung damals: 2021 kam die AfD mit gut zehn Prozent in den Bundestag. Nach drei Jahren Ampel waren es 20,8. Sie sagten zu Scholz: 'Das ist das Ergebnis Ihrer Politik.'"
Carsten Maschmeyer: "Merz hat es voll vergeigt. Er muss weg."
Maschmeyer fährt fort: "Gut, dann legen wir doch heute mal den gleichen Maßstab bei Ihnen an." In Sachsen-Anhalt habe die AfD gerade ein Ergebnis von 43,8 Prozent eingefahren. Zwar sei eine Landtageswahl keine Bundestagswahl - und Merz trage auch nicht "alleine die Verantwortung für dieses katastrophale Ergebnis". Dennoch gelte: "Wer seinem Vorgänger die Stärke der AfD als Ergebnis seiner Politik vorwirft, muss sich an den eigenen Worten messen lassen."
Was Maschmeyer als Konsequenz fordert, hatte er Dienstag als Gesprächsgast im ARD-Talk "Maischberger" dargelegt. "Merz hat es voll vergeigt. Er muss weg. Er muss zurücktreten", waren die Worte des Unternehmers. Maschmeyer, der die CDU Anfang 2025 noch mit einer Großspende unterstützt hatte, wetterte gegen Merz in aller Deutlichkeit: "Es zeigt sich jetzt, er wollte aus einem falschen Grund Kanzler werden. Das war Ego und Merkel zeigen, ich bin jetzt Kanzler." Besonders der Führungsstil missfalle ihm: "Er nimmt die Menschen nicht emotional mit. Es ist unnahbar, belehrend, ein Besserwisser."
Als mögliche Nachfolger nannte Maschmeyer die Unions-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst, Daniel Günther und Markus Söder. Sie seien allesamt "tolle Offiziere auf dem Schiff". Merz hingegen habe das "Schiff falsch gesteuert" und müsse "von der Kommandobrücke runter".
Quelle: teleschau – der mediendienst