Lauren Graham spricht über ihre Karriere nach "Gilmore Girls": "Du versuchst es gar nicht erst"

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Lauren Graham
Lauren Graham hat nach "Gilmore Girls" versucht, sich nicht zu wiederholen.
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Gilmore Girls
Lauren Graham (rechts) und Alexis Bledel wurden als Mutter-Tochter-Gespann in "Gilmore Girls" Serien-Kult.
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Nach "Gilmore Girls" wollte Lauren Graham sich nie wiederholen. In "Für immer ein Teil von dir" spielt sie jetzt eine Frau, die an ihrem Schmerz festhält. Dass sie dafür besetzt wurde, hat die Schauspielerin selbst überrascht.

Man kennt Lauren Graham als schnelle, schlagfertige Lorelai aus der Serie "Gilmore Girls" - eine Figur, die für viele bis heute so etwas wie ein Zuhause ist. Umso spannender ist der Weg danach. Denn Graham hat nie versucht, diesen Erfolg einfach zu wiederholen, wie sie sagt: "Nach so einer Rolle versuchst du gar nicht erst, sie noch einmal zu machen", erklärt die 59-Jährige im Interview mit der Agentur teleschau. "Das ist etwas ganz Eigenes." Stattdessen habe sie immer nach etwas gesucht, das sich anders anfühlt - auch wenn sie selbst nicht genau wusste, wohin die Reise geht.

Mit "Für immer ein Teil von dir" (jetzt im Kino) ist sie genau dort gelandet. Und zwar nicht, weil die Rolle besonders groß oder laut ist - sondern weil sie unangenehm nah geht. Graham spielt eine Frau, die ihren Sohn verloren hat - und diesen Schmerz festhält. Nicht loslässt. Eine Figur, die nicht sofort zugänglich ist. Und genau das hat sie gereizt. Weil es eben nicht bequem ist. "Man hält fest - auch wenn es einen selbst festhält."

Lauren Graham war von Rollen-Angebot überrascht

"Ich liebe Figuren, die Fehler haben - und trotzdem total nachvollziehbar sind", sagt die Schauspielerin im Gespräch. Was sie dabei besonders beschäftigt hat: warum Menschen manchmal lieber an Wut festhalten als einen Schritt weiterzugehen. "Wenn sie vergibt, muss sie auch ihren eigenen Verlust wirklich zulassen", erklärt Graham. "Und vielleicht ist genau das der schwierigste Punkt." Das ist kein großer, dramatischer Moment. Kein "Jetzt ist alles gut".

"Es passiert langsam", sagt sie. "Sehr langsam." Dieser Gedanke hat sie auch nach dem Dreh nicht mehr losgelassen. "Ich war ehrlich gesagt auch überrascht, dass man mich für diese Rolle überhaupt in Betracht gezogen hat. Ich komme ja ursprünglich aus der Comedy", sagt sie lachend. Denn hier geht es nicht um Tempo oder Pointen. Sondern um das, was bleibt, wenn beides wegfällt.

Quelle: teleschau – der mediendienst