Hans-Joachim Heist: "Viele hatten Sorge, ich könnte in der Rolle irgendwann einen Herzinfarkt bekommen"

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Hans-Joachim Heist
Seit 2009 spielt Hans-Joachim Heist den cholerischen Gernot Hassknecht in der "heute-show". Einige fürchteten wegen dieser Rolle sogar um seine Gesundheit, verrät der 77-Jährige im Interview.
ZDF / Willi Weber

Als Gernot Hassknecht regt sich Hans-Joachim Heist in der "heute-show" lautstark über die gesellschaftlichen und politischen Geschehnisse auf - und das so sehr, dass sich manch einer schon ernsthaft um ihn gesorgt habe, wie der Schauspieler im Interview verrät.

Die meisten kennen Schauspieler und Komiker Hans-Joachim Heist aus der ZDF-Satiresendung "heute-show". Nun ist er in "Die Abräumer" (schon jetzt in der Mediathek und am Mittwoch, 26. August, um 21.45 Uhr, bei ZDFneo) zu sehen. In der ZDF-Komödie spielt der 77-Jährige einen in sich gekehrten Mann, der versucht, mit dem Verlust seiner Frau klarzukommen - das komplette Gegenteil vom oft cholerischen Gernot Hassknecht aus der "heute-show" also. "Viele hatten Sorge, ich könnte in der Rolle irgendwann einen Herzinfarkt bekommen. Auf die Idee wäre ich selbst gar nicht gekommen", verriet Heist nun in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau.

Weil er so oft darauf angesprochen worden sei, sei er tatsächlich zum Hausarzt gegangen, erzählt der Schauspieler. Der konnte jedoch Entwarnung geben: "Es war alles in bester Ordnung", versichert Heist und erklärt: "Das ist im Grunde wie beim Leistungssport: Puls und Blutdruck gehen kontrolliert hoch und anschließend auch wieder herunter. Genau das gehört zum Schauspiel dazu. Es ist ein Schalter, den ich gelernt habe umzulegen."

Dennoch: "Ein Stück Gernot Hassknecht steckt schon noch in mir", gibt Heist mit einem Lachen zu. Der 77-Jährige regt sich durchaus auch selbst über die ein oder andere Sache auf: "Etwa, wenn die Bahn unpünktlich ist", sagt er. Insgesamt sei er allerdings "deutlich entspannter geworden".

Hassknecht, den er bereits seit 2009 verkörpert, sei kein wirklicher Choleriker, findet der Schauspieler: "Er regt sich nicht über jede Kleinigkeit auf, sondern über Themen, die viele Menschen bewegen - vor allem über politische Entwicklungen", erklärt der Komiker. Der Charakter bringe auf den Punkt, "was sich viele denken", und werde damit für manche "ein Ventil oder sogar ein Sprachrohr".

"Wenn es irgendwann peinlich werden sollte, ist für mich allerdings Schluss"

Neben seinen Auftritten in der "heute-show" und seiner aktuellen Rolle in "Die Abräumer" steht Heist außerdem als Komiker mit verschiedenen Programmen, derzeit beispielsweise "Der große Heinz-Erhardt-Abend", auf der Bühne. Denkt er zwischendurch auch mal ans Aufhören? "Darüber denke ich tatsächlich oft nach", gesteht der 77-Jährige im Interview mit der teleschau.

Er könne sich zwar vorstellen, weniger zu machen. Doch so schnell werde er das Fernsehen und die Bühne noch nicht hinter sich lassen, versichert Heist: "So lange ich körperlich und geistig fit bin und die Menschen mich noch sehen wollen, höre ich auch nicht auf." Gleichzeitig will er einen Abschied, wenn er denn kommt, nicht unnötig herauszögern: "Wenn es irgendwann peinlich werden sollte, ist für mich allerdings Schluss - ich werde sicher nicht mit 100 Jahren auf die Bühne getragen."

Quelle: teleschau – der mediendienst