Im Gespräch anlässlich der neuen "Ku'damm"-Staffel verrät Hauptdarstellerin Sonja Gerhardt, warum sie ausgerechnet die 90er-Jahre bis heute als besonders prägend empfindet.
Es ist oft ein Blick zurück, der viel über die Gegenwart verrät. Schauspielerin Sonja Gerhardt, bekannt aus der erfolgreichen ZDF-Reihe "Ku'damm", schwärmt im Interview anlässlich der dritten Staffel der ZDF-Serie von einem Jahrzehnt, das sie bis heute prägt: den 90er-Jahren. "Jedes Jahrzehnt hat seine guten und schlechten Seiten", erklärt die 36-Jährige im Gespräch mit der Nachrichtenagentur teleschau. Doch müsste sie sich festlegen, dann wären es die "Nineties".
Auch wenn die gebürtige Berlinerin, die seit Jahren zu den festen Größen der deutschen Film- und Fernsehlandschaft zählt, zu dieser Zeit noch nicht vor der Kamera stand, verbindet sie mit ihr viele positive Erinnerungen. "Da bin ich aufgewachsen, und die Zeit war schön und prägend für mich", erinnert sich die gebürtige Berlinerin. Vor allem das unbeschwerte Aufwachsen ohne ständige digitale Ablenkung sei etwas, das sie heute vermisse. Kinder hätten heutzutage "dauernd ihre Handys in der Hand". In ihrer Kindheit indes spielten andere Dinge eine Rolle: "Ich war mit Kindern draußen, wir spielten auf dem Hof, es gab Hof- und Straßenfeste. Das fehlt mir schon ein bisschen."
"Unsere Gesellschaft ist nun mal auf Handys ausgerichtet"
Sonja Gerhardt, die nach ihrem Durchbruch mit der "Ku'damm"-Reihe in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen zu sehen war, blickt dabei durchaus kritisch auf die Gegenwart. Hätte sie selbst Kinder, wäre sie in Sachen Handynutzung streng, sagt sie - auch wenn sie weiß, wie schwierig das umzusetzen ist. "Unsere Gesellschaft ist nun mal auf Handys ausgerichtet", räumt sie ein. Dennoch glaubt sie, dass sie ihrem Kind "sehr lange kein eigenes Handy erlauben und andere Formen von Beschäftigung bewusst begleiten würde.".
Aktuell ist Sonja Gerhardt wieder als Monika Schöllack in der ZDF-Reihe "Ku'damm 77" zu sehen. Die neuen Folgen laufen am Montag, 12., Dienstag, 13., und Mittwoch, 14. Januar jeweils um 20.15 Uhr im ZDF und sind bereits vorab in der Mediathek verfügbar.
Quelle: teleschau – der mediendienst