Carsten Maschmeyer vergleicht Bundesregierung mit "Gruppe streitender Pubertierender"

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Carsten Maschmeyer
Via Instagram beklagte Carsten Maschmeyer die bremsende Wirkung deutscher Bürokratie.
2026 Getty Images/Andreas Rentz

Hartes Urteil von Carsten Maschmeyer: Bei Instagram hat der Unternehmer mit der Bundesregierung abgerechnet. Besonders die fehlende Debattenkultur innerhalb der Koalition aus Union und SPD brachte den Unternehmer auf die Palme.

Carsten Maschmeyer ist mit der Arbeit der Bundesregierung alles andere als zufrieden. Anfang September ließ der Unternehmer im Polit-Talk "Maischberger" seiner Enttäuschung freien Lauf. Über Bundeskanzler Friedrich Merz sagte er damals: "Er hat es voll vergeigt. Er muss weg. Er muss zurücktreten." Ähnlich hart klingen die Worte, die der 67-Jährige nun bei Instagram wählt. "Die Koalition kommt mir mittlerweile vor wie eine Gruppe streitender Pubertierender", trifft Maschmeyer ein hartes Urteil über die Arbeit der Regierung.

"Einer aus der SPD haut eine Aussage raus, jemand aus der CDU schießt sofort zurück. Dann meldet sich wieder jemand aus der SPD zu Wort, woraufhin die CDU prompt mit einem Video auf Social Media reagiert", echauffiert sich der Investor. Und schließlich finde die Auseinandersetzung häufig "in irgendeiner Talkshow" ihre Fortsetzung.

Carsten Maschmeyer moniert "miserables Ansehen" der Bundesregierung

Verständnis zeigt Carsten Maschmeyer für diese Art von Debattenkultur nicht. "Deutschland hat genug Probleme. Und ausgerechnet diejenigen, die gemeinsam Verantwortung tragen, benehmen sich öffentlich teilweise so, als wären sie politische Erzfeinde", übt er Generalkritik. Zwar relativiert Maschmeyer, dass Kritik natürlich Teil des politischen Tagesgeschehens sei, "aber wenn es nur noch darum geht, bei jeder sich bietenden Gelegenheit öffentlich gegen den eigenen Regierungspartner auszuteilen, braucht man sich über das miserable Ansehen dieser Regierung nicht zu wundern".

Die Folgen dieses Dauerstreits seien über die politische Sphäre hinaus verheerend, mahnt Maschmeyer. "Die Menschen zweifeln doch irgendwann daran, ob unsere Demokratie überhaupt noch in der Lage ist, Probleme zu lösen", befürchtet der "Die Höhle der Löwen"-Star. Diese Tendenz helfe wiederum genau jenen Kräften, "die unser politisches System ohnehin infrage stellen", fährt Maschmeyer fort. Umso wichtiger sei es, dass die Regierung "gemeinsam Lösungen findet, statt sich permanent selbst zu sabotieren", fordert der Unternehmer.

Quelle: teleschau – der mediendienst