Schedeen spielte in der Erfolgs-Sitcom «Alf» die Mutter der Familie Tanner. Überdies war sie in zahlreichen US-Serien zu sehen. Nun ist die Schauspielerin mit 77 Jahren gestorben.
Als Kate Tanner wurde sie in der Fernsehserie «Alf» berühmt - nun ist die US-Schauspielerin Anne Schedeen im Alter von 77 Jahren gestorben. Ihr langjähriger Agent bestätigte den Tod auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere US-Medien hatten zuvor darüber berichtet. Sie beriefen sich auch auf einen Facebook-Post von Schedeens Familie auf dem Profil der Schauspielerin.
«Sie hinterlässt ein außergewöhnliches Vermächtnis aus kreativer Energie, messerscharfem Humor, der Freude an ihrer Familie, ihrer Liebe zu kleinen Hunden, einem glühenden Hass auf Trump, der Leidenschaft für Second-Hand-Schätze und der Liebe für eine gute Geschichte», heißt es darin.
Eine Todesursache wurde nicht genannt. Zu den Hinterbliebenen zählt auch Schedeens Ehemann, der Produzent und Schauspieler Christopher Barrett, mit dem sie seit 1984 verheiratet war.
Alfs Serienmama als Rolle des Lebens
Einem weltweiten Publikum wurde sie bekannt als Sitcom-Mutter der Tanner-Familie, die mit dem Außerirdischen vom Planeten Melmac einen unverhofften Mitbewohner bekommt. Das von Michu Meszaros gespielte Zottelmonster hält die Tanners ordentlich auf Trab - stets mit einem frechen Spruch auf Lager und den Hauskater Lucky als potenziellen Snack im Visier.
Neben Schedeen komplettierten Max Wright als Vater Willie, Benji Gregory als Sohn Brian und Andrea Elson als Tochter Lynn das Sitcom-Ensemble. Vom Cast lebt nunmehr nur noch Elson.
1949 im US-Bundesstaat Oregon geboren, begann Schedeen nach Angaben des «Hollywood Reporter» als junge Frau in Portland und auf Hawaii zunächst auf der Theaterbühne. Dann zog sie nach New York um, um die Schauspielerei professionell anzugehen.
Zunächst jedoch verkaufte sie Klamotten, modelte für Kleidung und Schuhe, drehte einen Werbespot, wie Schedeen einst der «Washington Post» erzählte. Ihr TV-Debüt gab sie nach Angaben des Magazins «Forbes» mit einer Gastrolle 1974 in der Science-Fiction-Serie «The Six Million Dollar Man». Doch erst ein Vertrag mit Universal brachte ihr eine kleine, aber wiederkehrende Rolle ein - als Tochter des Serien-Doktors «Dr. Marcus Welby».