Mit 13 hat Bastian Pastewka den Film «Mord im Orient-Express» gesehen. Seitdem gehört sein Herz dem Krimi. Bei seinen Drehbuchautoren hat er ein Agatha-Christie-Ende bestellt. Und jetzt auch bekommen.
Hochstapler Fabian (Bastian Pastewka) hat keine große Wahl, als er durch die Altstadt von Vilnius rennt. Ein schlecht gelaunter Killer schießt gerade hinter ihm her, da entdeckt Fabian vor einer Kirche seine Chance: Ein Hochzeitsfotograf lässt seine Ausrüstung unbewacht. Der charmante Gauner wechselt - wie so oft in seinem Leben - die Identität und begleitet eine hektische deutsche Hochzeitsgesellschaft auf ein abgelegenes Schlösschen.
So wunderbar altmodisch beginnt der neue Krimi «Fabian und die mörderische Hochzeit» mit Publikumsliebling Pastewka in der Titelrolle - und so wunderbar altmodisch geht er auch weiter. Die Komödie startet beim Streamingdienst Prime Video am 6. Februar und hat mit vielen Überraschungen aufzuwarten.
Wo ist das kostbare Brautgeschenk?
Denn Fabian kommt schnell aus dem Regen in die Traufe. Nicht nur, dass ihm Brautjungfer Annalena Ohlfeld (Lena Dörrie) mit ihrem Kontrollwahn auf die Nerven geht. Der Kleinganove muss sich - umgeben von endlosen verschneiten Wäldern - mit einem ganzen neurotischen Reiche-Leute-Clan herumschlagen.
Dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse: Das unermesslich wertvolle Brautgeschenk verschwindet. Dafür liegt jemand aus der Hochzeitsgesellschaft erstochen auf dem Teppich. Prompt sucht das Schlitzohr aus seinen unzähligen falschen Ausweisen eine Polizeimarke heraus: «Wir sind vom Rest der Welt abgeschnitten. Das heißt, der Mörder kann nicht fliehen.» Ein spannender und lustiger Murder-Mystery-Film voller dunkler Geheimnisse nimmt seinen Lauf.
Fabian - «eine Art Gestaltwandler»
Als «eine Art Gestaltwandler» bezeichnet Pastewka seinen Helden, der im Aktenkoffer von Einbruchswerkzeug bis Gummimasken alles dabeihat. «Er trickst, wo er kann und nimmt jede Gelegenheit wahr, bei der er sich finanzielle Vorteile verschaffen kann. Wir sehen aber zugleich auch, dass er die Vorteile nicht selbst nutzt, sondern den Reichen nimmt und den Armen geben will.» Er sei eine «Spielernatur», die überhaupt nicht über Konsequenzen nachdenke.
Pastewka liebt klassische englische Krimis seit Kindertagen. Das weiß jeder, der seinen erfolgreichen Podcast «Kein Mucks!» kennt. Mit 13 hat er den Klassiker «Mord im Orient-Express» von 1974 gesehen. «Und habe mich so gegruselt, dass ich sie seitdem immer wieder sehen will, um mich noch mal genauso zu gruseln wie damals.» Agatha Christie hatte die Vorlage dazu geschrieben.