Das sagt Menowin Fröhlich zu den Vorwürfen
Fröhlich bestreitet gegenüber der Deutschen Presse-Agentur jegliche Absprachen: «Ich war da in erster Linie als Vater. Dass sich daraus so etwas entwickelt, war nicht geplant. Aber manchmal entstehen die wichtigsten Dinge im Leben genau dann, wenn man sie nicht kontrolliert.»
Ob spontan oder geplant: Die erneute Teilnahme des Enfant Terrible der Show hilft den Machern für die mediale Aufmerksamkeit enorm. Das erkannte auch TV-Dino Bohlen bei der Aufzeichnung der Castingfolge: «Da haben wir natürlich einen absoluten Aufreger: Menowin is back». Die Quoten der aktuellen Staffel sind nach zuletzt schwachen Jahren wieder ordentlich.
Mit Fröhlich setzt der Show-Dauerbrenner auf eine Story, die sich fast von allein erzählt: der gefallene Star, der lange mit sich selbst kämpft und noch einmal aufsteht. Dschungelkönig Gil Ofarim lässt grüßen. Ist es also eine ehrliche zweite Chance oder eine bewusste Inszenierung?
Glück froh über Fröhlich
«Ich kann nachvollziehen, dass viele Menschen verwirrt waren, als Menowin wieder dabei war», sagte Jurorin Glück der dpa. «Aber ich finde, er ist eine absolute Bereicherung für die Sendung.» Der Musiker selbst kann die Diskussion um seine Person ebenfalls nachvollziehen. «Das gehört auch dazu. Aber ich kann für mich sagen: Ich bin hier mit Respekt vor der Show und vor allen anderen Kandidaten.»
Auf der Bühne präsentiert sich Fröhlich kontrollierter als früher. Die Stimme, einst sein größtes Kapital, hat nichts von ihrer Kraft verloren, wirkt aber gereifter. «Heute weiß ich, wer ich bin. Ich weiß auch, warum ich singe. Es geht nicht mehr nur um Applaus oder Erfolg, sondern darum, echte Emotionen zu transportieren und Menschen zu erreichen.»
Für viele geht der bald neunmalige Vater als Favorit ins Finale - wie schon 2010. Das wirft auch die Frage nach der Fairness auf. Schließlich bringt Fröhlich eine enorme Bekanntheit mit, die den Newcomern an seiner Seite fehlt.
Gewinnt Fröhlich im zweiten Anlauf das Finale?
«Ich denke, die Karten sind komplett neu gemischt», findet Partysängerin Glück. «Ich glaube sogar, dass Menowin eher einen schwierigeren Stand hat, weil viele Leute ihn immer noch mit seinen Skandalen in Verbindung bringen.»
Zumal auch die anderen Finalisten ihre Fans haben und in den sozialen Medien präsenter sind. Da wäre Mädchenschwarm Tyrell Hagedorn (19), der nebenbei sein Abitur gemacht hat. Oder der aus Afghanistan geflüchtete Abii Faizan (24), der mit seiner Lebensgeschichte nicht nur die Jury rührte.
Die stärksten Stimmen haben neben Fröhlich aber der Österreicher Paco Simic (23) und Constance Dizendorf (19), die einzige Frau im Finale. Doch kommt es bei «DSDS» eben nicht nur auf die Stimme an - sondern auch das Drama.