Dorfpolizist Franz Eberhofer erlebt mit dem "Steckerlfischfiasko" seinen nächsten Fall. Dass auch der zehnte Film aus der skurrilen Krimireihe ein Kinoerfolg sein wird, gilt als ausgemacht. Würde in dem Fall eine weitere Fortsetzung folgen?
Nein, um das Fortbestehen der Krimireihe um Provinzpolizist Franz Eberhofer brauchen sich Fans keine Sorgen zu machen. Zum einen gibt es in der bayerischen Küche genug Schmankerl, auf die sich die Abenteuer um den behäbig-trägen Ermittler beziehen können - was sie bislang ja hinlänglich und durchweg gewitzt getan haben.
Hinzu kommt der nicht nachlassende Appetit des "Leberkäsjunkies" Eberhofer, der - Zitat aus der Homepage um die Eberhofer-Krimis - immer einen "Riesenhunger" hat, den er genüsslich mit den Leberkässemmeln vom Simmerl oder mit der Oma ihren Knödel stillt, die er anschließend gemütlich "bei einem Nickerchen in einem Saustall (gemeint ist seine Wohnung) verdaut".
Und drittens und allem voran sorgt die Autorin der Romanvorlagen, Rita Falk, zuverlässig und regelmäßig für Filmstoff. Zehn ihrer Romane um Franz Eberhofer, sage und schreibe, sind seit 2013 bereits verfilmt worden, allesamt mit Sebastin Bezzel in der Hauptrolle besetzt und von Ed Herzog inszeniert. Der bislang letzte Streich, "Steckerlfischfiasko", erscheint nun in den Kinos.
Was aber dann? Klar ist: So wie es den Franz nach seinem geliebten Leberkäs verlangt, so süchtig sind die Fans der Filmreihe längst nach den skurrilen Abenteuern des verpeilten Dorfpolizisten. Wird auch ihr Hunger weiter gestillt werden? Oder werden sie bald nach der Sättigung mit dem "Steckerlfischfiasko" von gewaltigen Entzugserscheinungen geplagt?
Die Zeichen stehen auf "Alibi"
Die schlimmsten Szenarien liegen in weiter Ferne, zumal die Filmreihe an manchem Faden hängt. Ein Versprechen ist schon die Buchreihe, die Falk mittlerweile auf 13 Bände ausgebaut hat. Stoff für weitere Filme gibt es also genug, mit der 2025 erschienenen Geschichte "Apfelstrudel-Alibi" etwa, die nahtlos am "Fiasko" anknüpft, oder den älteren Büchern "Zwetschgendatschikomplott" (2015) und "Weißwurstconnection" (2016).
Optimistisch stimmt auch, dass Falk und Constantin Film das Kriegsbeil zuletzt begraben haben. Wir erinnern uns: Nach Erscheinen der Verfilmung "Rehragout-Rendezvous" (2023) drohte eine weitere Zusammenarbeit zwischen der Autorin und der Produktionsfirma zu scheitern. Falk hatte sich unzufrieden mit dem Film gezeigt, bezeichnete ihn als "platt" und "ordinär". Constantin sah sich in der Position, "die Interessen aller an einer Verfilmung beteiligten Künstler zu respektieren".
Es gab also erhebliche künstlerische Differenzen, heillos zerstritten hatte man sich aber nicht. "Wir nähern uns sehr gut in großen Schritten an und sind auch nicht überworfen", verkündete die Autoren schon wenige Wochen nach ihrer Kritik. Es sei wichtig, Filmemachern eine freie Hand zu lassen, räumte sie ein, wenn man es mit der künstlerischen Freiheit auch nicht übertreiben sollte, und außerdem befruchteten sich ja Buch und Film grundsätzlich gegenseitig.