Beim Schwimmen an unbewachten Stränden am Atlantik sterben zwei Urlauber aus Deutschland. Andere Badegäste können sich nur mit Mühe aus der gefährlichen Strömung retten.
An der französischen Atlantikküste bei Biarritz sind zwei deutsche Urlauber ertrunken. Ein 53 Jahre alter Mann, der beim Schwimmen in Schwierigkeiten geriet, sei von einem Surflehrer aus dem Wasser geborgen worden, berichtete die Zeitung «Sud Ouest» unter Verweis auf die Rettungskräfte. Versuche, den Urlauber am Strand wiederzubeleben, seien fehlgeschlagen.
Möglicherweise sei der Deutsche von der Strömung mitgerissen worden, ebenso wie andere Badegäste, die sich jedoch retten konnten. Der Mann war am Mittwoch zusammen mit seinen 16 und 19 Jahre alten Kindern schwimmen gegangen, die einen schweren Schock erlitten.
Strände nach Sommerferien unbewacht
An einem anderen Strand in der Nähe starb wenige Stunden später ein 80 Jahre alter Deutscher, der offenbar beim Schwimmen einen Herzstillstand erlitt und leblos am Strand entdeckt wurde. Zu den Badeunfällen kam es an Stränden, die nach dem Ende der französischen Sommerferien am Montag nicht mehr von Rettungsschwimmern überwacht wurden.
Die Rettungskräfte appellierten an die Touristen, nur an den Stränden zu schwimmen, an denen weiterhin Rettungsschwimmer präsent sind. Während des besonders heißen Sommers sind in Frankreich bereits über 300 Menschen ertrunken, rund 14 Prozent mehr als im vergangenen Sommer.