Unter und am Geäst des umgestürzten Baumes lagen am Sonntagabend diverse Schoko-Ostereier, teilweise zerdrückt, wie ein dpa-Fotoreporter beobachtete. Unter dem Stamm klemmte ein kleines Plastikrad, das möglicherweise von einem Kinderwagen stammt. Der Baum war mit Farbe markiert.
Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreuungskräfte wurden vor Ort durch Notfallseelsorger betreut. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an. Ein Todesermittlungsverfahren sei aufgenommen worden, sagte der Sprecher.
Reaktion des Trägers der Einrichtung
Der private Träger der betroffenen Einrichtung Sternipark sprach in einer Stellungnahme von einem tragischen Unglück während eines Ausflugs, das die gesamte Einrichtung zutiefst erschüttert habe. «Ein umstürzender Baum hat das fröhliche Ostereiersuchen fürchterlich beendet.» Die Einrichtung dankte allen Einsatzkräften der Feuerwehren und Polizei, den Notfallseelsorgern und Mitarbeitern, die vor Ort alles Menschenmögliche unternommen hätten, um zu helfen, zu retten und im Schmerz beizustehen.
«Die Bewohner, Kinder, Jugendlichen, Angehörigen und Mitarbeitenden brauchen jetzt Zeit und unsere ganze Unterstützung, das furchtbare Unglück zu verarbeiten.»
Wie die «Bild»-Zeitung berichtete, waren insgesamt mehr als 80 Einsatzkräfte vor Ort. Ein Polizeisprecher berichtete von einem Großaufgebot an Rettungskräften, auch ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz.
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist es im Norden stürmisch. Am Vormittag hatte der DWD tagsüber Windböen bis stürmische Böen zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde vorhergesagt. Vereinzelt könnte es in exponierten Lagen auch Sturmböen um 80 Stundenkilometer geben. Das entspricht Windstärke neun.
Regierung erschüttert
Mitglieder der Landesregierung haben den Angehörigen und Verletzten ihre Anteilnahme ausgesprochen. «Das furchtbare Unglück bei Satrupholm am Ostersonntag erschüttert uns zutiefst», erklärten Ministerpräsident Daniel Günther, Innenministerin Magdalena Finke (beide CDU) sowie Jugend- und Familienministerin Aminata Touré (Grüne). Aus einem gemeinsamen, freudigen Feiertag sei binnen weniger Augenblicke eine entsetzliche Tragödie geworden.
«Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Getöteten, bei den Verletzten und bei allen, die dieses furchtbare Geschehen miterleben mussten», erklärten Günther, Finke und Touré. Gerade an Ostern werde auf schmerzliche Weise deutlich, wie nah Leid und Hoffnung beieinanderlägen. Sie dankten den Einsatzkräften, die unter außerordentlich belastenden Umständen vor Ort geholfen und alles Menschenmögliche getan hätten.