Auch wenn die betroffenen Bauern gerne vorgeben, nach dem Acht-Stunden-Tag im Industriebetrieb sei die Arbeit im Stall oder auf dem Traktor regelrecht entspannend - die Belastung ist hoch. Dass immer mehr aufgeben und ihre Felder verpachten, ist eine logische Entwicklung.

Zumal die Arbeit auf den Feldern oder im Stall zusehends bürokratischen Restriktionen unterworfen ist. Wieviel Stickstoff, Kali oder Phosphat in Abhängigkeit von Fruchtart und Ertragserwartung auf den Feldern ausgebracht werden darf, ist bis ins Kleinste vorgeschrieben und hat in einer Nährstoffbilanz ausgewiesen zu werden. Und wenn ein angrenzendes Waldstück oder eine Hecke auch nur einen halben Meter ins Feld hineingewachsen ist, stehen die Kontrolleure der Landwirtschaftsämter auf der Matte.

In der Hand als Beleg ein Satellitenfoto des betreffenden Ackers. Da bleibt es nicht beim erhobenen Zeigefinger, da werden gleich Prämien gekürzt.