Wer hat sich noch nicht geärgert über Hinterlassenschaften auf Gehwegen, Spielplätzen oder Grünstreifen? Wer kennt nicht das Bild, dass fröhliche Zeitgenossen ihrem hundsteuren Rasserüden gut zureden, bis dieser sich großformatig im öffentlichen Raum erleichtert hat? Freilich ist das Gros der Tierliebhaber verantwortungsbewusst und greift beherzt zum Tütchen. Aber es gibt auch viele andere. Und denen soll's mit Schützenhilfe aus England an den Kragen gehen.
Über eine DNA-Datenbank wird in London (sinnigerweise im Stadtteil Barking, dessen Name so viel wie "Gebell" bedeutet) künftig jedes Häufchen dem passenden Vierbeiner zugeordnet. Vom British Bulldog bis zu den Corgis der Queen lässt sich so jeder Übeltäter ermitteln.
Deutsche Kommunen beobachten das Experiment mit Interesse, um bald ebenfalls Bußgelder für Tretminen verhängen zu können. Dass dazu auch Schnüffler des Bundesnachrichtendienstes eingesetzt werden könnten, bleibt ein unbestätigtes Gerücht. Denn das wäre dann schon ein dicker Hund.