Zuerst waren es Masken aus Stoff, dann die medizinische Variante und schließlich FFP2: Seit Beginn der Pandemie hat sich die Maskenpflicht mehrmals geändert, wurde zeitweise verschärft und anschließend wieder gelockert. Nun hat das Bayerische Kabinett bei seiner jüngsten Corona-Konferenz neue Details dazu bekanntgegeben. Die scheinen auf den ersten Blick verwirrend. Denn: Die Maskenpflicht wird ab sofort nur gelockert, wenn sich andere Vorschriften verschärfen.

Überall dort, wo die 2G-Regel gilt, sollen zukünftig Abstandsregeln und Maskenpflicht entfallen. Die konkrete Umsetzung von 2G in Bayern sieht aktuell folgendermaßen aus: Ungeimpfte Personen haben keinen Zutritt zu öffentlichen und Freizeitveranstaltungen, werden also durch das Inkrafttreten der 2G-Regel ausgeschlossen, da diese nur Geimpfte und Genesene berücksichtigt. Sind Geimpfte und Genesene bei einer öffentlichen Veranstaltung also unter sich, können sie auf Masken verzichten. Das ist laut dem bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek beispielsweise beim Besuch von Kinos der Fall.

Corona in Bayern: Maskenpflicht hängt von 2G-Regel ab

Die Verschärfung von 3G oder 3G Plus auf 2G betrifft daneben auch den Zutritt zu Fitnessstudios, Sportstätten, Theatern, Museen, Zoos, Bädern, Solarien, Seilbahnen und zum touristischen Bahn- und Reisebusverkehr. Für Discos, Clubs und Bordelle galt die 2G-Vorschrift bereits und bleibt auch wie bisher bestehen. Veranstalter und Betreiber können sich aber auch weiterhin freiwillig für 2G entscheiden. Das bedeutet: Wer eine private Feier oder Veranstaltung unter 2G-Voraussetzungen plant, also nur Geimpfte und/oder Genesene einlädt, kann auch dort die Maskenpflicht aufheben.

In Supermärkten, Einzelhandelsgeschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen von FFP2-Masken dagegen weiterhin verpflichtend. Das gilt auch für Gastronomiebetriebe, sobald Gäste ihren Sitzplatz verlassen. Ministerpräsident Markus Söder schließt aber auch hier eine Umstellung auf 2G nicht aus.

Kinder und Jugendliche über 12 Jahren müssen sich nun ebenfalls an die 2G-Regel halten, wenn sie an „passiven“ Freizeitaktivitäten teilnehmen. Dazu zählt beispielsweise der Zutritt zu Stadien, Konzerten oder Kinos. Die Masken absetzen dürfen Schüler*innen während des Sportunterrichts, beim Stoßlüften im Klassenzimmer oder auf dem Pausenhof. Kinder unter sechs Jahren müssen generell keine Masken tragen. Genauso Personen, die aufgrund von gesundheitlichen Gründen oder Behinderungen keine Masken tragen können.