Damit hat sich von Hagens an das Verbot der Stadt Augsburg gehalten, die ihm die Darstellung des Aktes unter Androhung eines Zwangsgeldes von 10.000 Euro untersagt hatte.
Von Hagens kündigte an, gegen das Verbot gerichtlich vorgehen zu wollen. Seiner Auffassung nach werde die Stadt das Verbot nicht aufrechterhalten können. Er wies den Vorwurf zurück, sein liegender Akt verstoße gegen die Menschenwürde. Das dargestellt Paar habe zu Lebzeiten als Körperspender ausdrücklich eingewilligt, nach dem Tod beim Geschlechtsakt plastiniert ausgestellt zu werden. Der Akt stelle keine Entmenschlichung dar und diene dem pädagogischen Aspekt der Sexualaufklärung. „Ich werde mir das Verbot von der Stadt so nicht gefallen lassen“, sagte von Hagens.
Die Kuratorin der Ausstellung warf den städtischen Behörden in Augsburg „Willkür“ vor. Durch das erlassene Verbot werde die Wissenschaftsfreiheit eingeschränkt. Zur Begründung des Verbots hatte die Stadt das bayerische Bestattungsgesetz geltend gemacht. Danach gelte der Persönlichkeitsschutz auch nach dem Tode. Die Darstellung eines Geschlechtsaktes mit präparierten Leichen sei „herabwürdigend und erniedrigend“.