Da fällt die Ladung eines Lkws ausgerechnet auf das Auto eines Rechtsanwalts, was dieser natürlich nicht so toll findet und Anzeige erstattet. Auf rechtlichen Beistand kann er auf jeden Fall verzichten und sich diese Kosten schon mal sparen. Ob er die Kosten für dieses Verfahren übernehmen muss, ist nicht überliefert, die zuständige Amtsanwältin stellte das Verfahren aber ein. Verbürgt ist dagegen, dass der Rechtsanwalt nicht ausfällig werden und eine Amtsanwältin nicht als "Schmalspurjuristin" beschimpfen darf. Auch die fantasievolle Beleidigung, sie sei nicht fähig, auf der "Klaviatur des Rechts Hänschen klein zu klimpern" fand der Leiter der Staatsanwaltschaft nicht witzig - weshalb sich der Rechtsanwalt jetzt wegen Beleidigung vor Gericht verantworten muss.

Dann wird vielleicht auch darüber juristisch kunstvoll gestritten, ab wann die Meinungsäußerung eines Rechtsanwalts nicht mehr scharf und
polemisch, sondern schon beleidigend ist. Einen Staatsanwalt als Schmalspurjuristen zu bezeichnen, ist es sicher. Ob es "klimpern" in Verbindung mit dem Kinderlied "Hänschen Klein" auch ist? Am Ende müsste der Rechtsanwalt, der ja eigentlich nur Gerechtigkeit für sein Auto wollte, nicht in eigener Sache vor Gericht treten, wenn er stattdessen Heino bemüht hätte? Oder Helene Fischer?