"Herzzerbrechend, Jamal so zu sehen": Teamkollege spricht über Musiala-Drama

10 Min

Bayern-Star Jamal Musiala hat nach zwei Zusammenbrüchen auf dem Platz eine Erkrankung öffentlich gemacht. Jetzt spricht Musialas Teamkollege und Freund Alphonso Davies.

Update vom 20.08.2026, 18.40 Uhr: Teamkollege und Freund - Davies spricht über Musiala

Bayern-Profi Alphonso Davies haben die Zusammenbrüche seines Teamkollegen und sehr guten Freundes Jamal Musiala in den zwei zurückliegenden Testspielen des deutschen Fußball-Meisters bestürzt. 

"Es war herzzerbrechend, Jamal so zu sehen auf dem Platz. Aber wer Jamal kennt, weiß, er wird stärker zurückkehren", sagte der 25 Jahre alte kanadische Nationalspieler kurz vor dem Spiel um den Franz-Beckenbauer-Supercup an diesem Samstag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München im Signal Iduna Park.

Im Namen der Mannschaft versprach Davies größtmögliche Hilfe für Musiala. "Wir wollen ihn natürlich unterstützen, nicht nur als Spieler, sondern auch als Person. Die Ärzte versuchen das Beste, ihn durch diese Situation zu bringen. Wir wollen ihm eine Menge positive Energie geben und ihm helfen, sich da durchzukämpfen", sagte der Außenverteidiger in München.

Zwei Zusammenbrüche bei Testspielen - Davies stützt Musiala

Davies sah sich in der jüngeren Vergangenheit selbst mit mehreren schweren gesundheitlichen Rückschlägen und Verletzungen konfrontiert. "In einer solchen Zeit muss man als Profisportler stabil bleiben mental", meinte er.

Der 23-jährige Musiala war bei den Testspielen des FC Bayern gegen RB Leipzig am vergangenen Samstag (15. August 2026) und am Dienstagabend (18. August) gegen den 1. FC Heidenheim jeweils nach Einwechslungen auf dem Rasen zusammengebrochen und hatte damit für Schockmomente gesorgt.

Nach dem zweiten Zwischenfall machte er eine Erkrankung öffentlich, die ihn schon länger begleitet. "Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind", klärte er auf. Diese könnten zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen. Die kurzzeitigen Bewusstseins-Aussetzer sind medizinisch behandelbar - einfach zu beheben sind sie aber eben nicht.

Wie geht es kurzfristig weiter mit Musiala?

Offen ist, wie es kurzfristig zu Saisonbeginn mit Musiala weitergeht. Es bestand und besteht aus ärztlicher Sicht den Angaben zufolge kein erhöhtes Risiko bei weiteren Einsätzen des Nationalspielers. Es besteht aber anscheinend die Gefahr von weiteren Absencen während der Spiele oder auch des Trainings.

Erwartet wird, dass sich Trainer Vincent Kompany am Freitag in der Pressekonferenz zum Supercup-Spiel gegen Vizemeister Dortmund zum weiteren Vorgehen bei Musiala äußern wird.

Sportwissenschaftler Ingo Froböse sieht Musiala nach dessen neuerlichem Zusammenbruch auch psychologisch vor enormen Herausforderungen. "Seine mentale Stärke wird geschwächt werden durch viele extrinsische Faktoren, die auf ihn einprasseln werden, die er heute noch gar nicht kennt", sagte Froböse dem Kölner Stadt-Anzeiger

Sportwissenschaftler sieht Musialas Karriere in Gefahr

Demnach sieht der Wissenschaftler ohne bestmögliche psychologische Unterstützung sogar die weitere Laufbahn des Bayer-Profis in Gefahr. "Wenn das nicht gelingt, könnte seine Karriere beendet sein", sagte Froböse, der auch Einsätze in der DFB-Auswahl aktuell für nicht vertretbar hält: "Ich gehe davon aus, dass das Thema Nationalmannschaft für Musiala erst einmal erledigt ist."

Er finde "auch nicht, dass man ihn in der Nationalmannschaft behalten sollte - bei aller Wertschätzung seiner Spielfähigkeiten. Man sollte ihn schützen." Erst, wenn Musiala medikamentös richtig gut eingestellt sei, könne man das Thema DFB-Elf nach einiger Zeit noch einmal neu bewerten, sagte der 69-Jährige.

Froböse erwartet nun auch, dass Gegner und gegnerische Fans nicht sensibel, sondern sogar mit Häme auf die Vorfälle reagieren könnten: "So schätze ich leider die Fußballfans ein. Die gehen in jede Wunde rein, so unschön das oft ist. Ich glaube nicht, dass es da einen Pakt der Solidarität geben wird."

Gegnerische Fans gehen "in jede Wunde rein"

Der emeritierte Professor für Prävention und Rehabilitation im Sport kritisierte den Profifußball zudem allgemein für seinen unzureichenden Umgang mit Schwächen. Zu groß sei die Angst, dass der Marktwert der Spieler leide. "Der Marktwert von Jamal Musiala wird hundertprozentig runtergehen", sagte Froböse.

Der Neurologe Peter Berlit schätzte die Situation um Musiala im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zuvor optimistischer ein und sah nicht sofort einen Grund für Einschränkungen. "Man kann ganz allgemein sagen, dass etwa 80 bis 90 Prozent aller Betroffenen durch Medikamente heilbar sind", sagte Berlit. Dies treffe grundsätzlich auch auf Profifußballer zu. "Da man das in aller Regel medikamentös in den Griff bekommt, gilt das natürlich genauso für Sportler: Wenn keine Anfälle mehr auftreten, ist man voll einsetzbar."

Der Professor und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) erklärte: "Die Mehrzahl der Patienten muss allerdings über Jahre, manchmal sogar ein Leben lang, Medikamente einnehmen. Wenn diese Medikamente regelmäßig eingenommen werden und gut im Wirkspiegel sind, dann sind die Personen typischerweise auch vor diesen Anfällen geschützt."

Epilepsie im Profi-Fußball - prominente Beispiele

Musiala ist übrigens nicht der einzige Profi-Fußballer, der unter einer Form epileptischer Anfälle leidet. Im Spitzensport gab es schon mehrere ähnliche Beispiele, ein Überblick:

Jay Bothroyd: Blutverschmiert ins Gefängnis

2010 machte Jay Bothroyd (44) sein einziges Länderspiel für die Three Lions. Was damals niemand wusste: Der gebürtige Nordlondoner aus dem Arsenal-Nachwuchs litt an Epilepsie. "Ich wünschte, ich hätte früher über meine Epilepsie gesprochen, aber ich habe es nicht getan, weil ich befürchtete, man würde mir nur einen Kurzzeitvertrag oder eine Bezahlung nach Einsatzzeit anbieten", sagte Bothroyd nach seinem Karriereende in einem Interview der Mail on Sunday.

Zudem berichtete er von einer Autofahrt, während der er das Bewusstsein verlor und einen Unfall verursachte. "Blutverschmiert" sei er im Gefängnis gelandet. Negative Folgen gab es auch auf dem Platz: "Die Epilepsie hat meine Leistung beeinträchtigt. Es gab unzählige Male, bei denen ich deswegen schlechte Spiele hatte, weil ich nicht voll konzentriert war oder im Hinterkopf die Sorge hatte: Mist, ich habe meine Tabletten nicht genommen."

Isco: Seit einem schweren Anfall jede Nacht eine Tablette

Der spanische Fußball-Star, der mit Real Madrid viermal die Champions League gewann, ging 2024 mit seiner Epilepsie-Erkrankung an die Öffentlichkeit. "Es passierte, als ich schlief, ich glaube, es war im Jahr 2022. Ich hatte nie Anfälle, als ich Kind oder etwas älter war, aber dieser eine Anfall war ziemlich heftig." Seit vier Jahren nehme er nachts eine Tablette, erzählte er im Oktober 2024 in der Sendung Salud y Betis des spanischen Clubs Betis Sevilla, für den er seit 2023 spielt. Weitere Anfälle habe er nicht mehr gehabt.

Mit seinem Gang an die Öffentlichkeit wolle er Betroffenen Mut machen, sagte Isco damals. "Menschen, die solche Anfälle haben, sollen wissen, dass das normal ist, dass es heilbar ist und behandelt werden kann und dass man solche Dinge ganz normal nehmen sollte."

Uwe Haas: Pokalsieger beendet Profikarriere früh 

An Epilepsie litten auch weitere Fußballer wie der frühere Kölner Bundesligaprofi Uwe Haas. Mit dem FC gewann der Mittelfeldspieler 1983 als 19-Jähriger zwar den DFB-Pokal, musste seine Profikarriere aber nur vier Jahre später beenden. Einen offenen Umgang mit der Krankheit gab es damals nicht. Just dafür machte sich Haas später stark. 

Update vom 19.08.2026, 13.17 Uhr: Hoeneß kündigt "bedingungslose Unterstützung" für Musiala an

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat sich nach dem erneuten Zusammenbruch von Nationalspieler Jamal Musiala schockiert gezeigt. "Es ist ein Drama - speziell für den Jamal", sagte Hoeneß im RTL/Sky-Interview.

Der Bayern-Star war am Dienstagabend im Testspiel gegen den 1. FC Heidenheim kurz nach seiner Einwechslung zusammengesackt - ähnlich wie schon drei Tage zuvor in der Begegnung mit RB Leipzig. Er wurde jeweils kurz behandelt, vom Platz gebracht und wieder ausgewechselt.

Hoeneß zum Fall Musiala: Sind "im Moment ehrlich gesagt ziemlich sprachlos"

"Jetzt mit diesen zwei Vorfällen am Samstag und gestern ist es natürlich schon ein Problem, in erster Linie natürlich für den Menschen Jamal. Wirklich, ich gehe mit dem Gedanken ins Bett und wache mit dem Gedanken an ihn auf", sagte Hoeneß. Es gebe eine "bedingungslose Unterstützung für Jamal in jeder Hinsicht", betonte der 74-Jährige. Es sei mittelfristig aber auch für den Verein ein Problem. "Weil wir im Moment ehrlich gesagt ziemlich sprachlos sind. Wir haben uns darauf nicht vorbereiten können und wir müssen erst lernen, mit dieser Situation umzugehen."

Musiala führte die Probleme auf eine neurologische Dysfunktion zurück. Er sprach dabei von temporär kurz auftretenden, aber gut behandelbaren Absencen. "Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim", teilte der 23-Jährige noch am Dienstagabend in den sozialen Medien mit.

Der Verein habe von den Problemen gewusst, erklärte Hoeneß. "Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit dieser Häufung."

Social-Media-Post von Musiala war abgesprochen

Es habe nach dem Spiel gegen Leipzig eine klare Absprache gegeben, dass bei einem erneuten Vorfall Musiala an die Öffentlichkeit gehen werde, erklärte Hoeneß. So kam es dann auch.

Das französische Wort Absencen bedeutet im Deutschen so viel wie "Abwesenheit". Das traf auf Musiala zu, der gegen Leipzig und gegen Heidenheim auf dem Platz kurzzeitig weggetreten wirkte. Absencen sind eine Form epileptischer Anfälle. Wie aus dem Verein zu hören war, sei der Einsatz Musialas in den beiden Partien jedoch völlig unbedenklich und ärztlich umfangreich abgesprochen gewesen.

Man habe zudem eine schriftliche Erklärung der behandelnden Neurologen erhalten, dass es "keine Bedenken gegen einen Hochleistungssport" gebe, sagte Hoeneß nun. "Denn ohne das hätten wir uns ja fahrlässig verhalten." Seitdem schlafe man "ein bissl ruhiger". Der Verein habe sich an die neue Situation aber erst herantasten müssen.

Ob Musiala schon wieder im Supercup gegen Borussia Dortmund am Samstag im Kader des FC Bayern München stehen kann, ist unklar.

Update vom 19.08.2026, 10.37 Uhr: Karriereende für Musiala? Laut FC Bayern keine Hinweise

Der FC Bayern München rechnet damit, dass Nationalspieler Jamal Musiala seine Karriere trotz einer neurologischen Dysfunktion fortsetzen kann. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Verein erfuhr, gebe es derzeit keine Hinweise, dass der Nationalspieler nicht weiter auf dem Niveau Fußball spielen könne. Der 23-Jährige war am Vorabend beim Testspiel gegen den 1. FC Heidenheim zusammengesackt - ähnlich wie schon drei Tage zuvor im Spiel gegen RB Leipzig. Er wurde jeweils kurz behandelt und lief dann vom Feld.

Musiala hatte am Dienstagabend dann in den sozialen Medien mitgeteilt: "Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim."

Musiala leidet unter Absencen – Karriereende steht offenbar nicht im Raum

Das französische Wort Absence bedeutet im Deutschen so viel wie "Abwesenheit". Das traf auf Musiala zu, der gegen Leipzig und gegen Heidenheim auf dem Platz kurzzeitig weggetreten wirkte. Absencen sind eine Form epileptischer Anfälle.

Wie aus dem Verein zu hören war, sei der Einsatz Musialas in den beiden Partien jedoch völlig unbedenklich und ärztlich umfangreich abgesprochen gewesen. Der Sportler selbst hatte in seinem Statement geschrieben, dass er "in bester medizinischer Behandlung und sehr optimistisch" sei. "Der FC Bayern und mein privates Umfeld sind immer an meiner Seite und unterstützen mich auf diesem Weg. Wichtig ist, es besteht kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko."

Eine Prognose, wie es mit dem Offensivspieler nun in den nächsten Tagen und Wochen weitergeht, gab es zunächst nicht. Ob er etwa im Supercup am kommenden Samstag bei Borussia Dortmund oder beim Liga-Start sechs Tage später gegen den VfB Stuttgart eingesetzt werden kann, ist zur Stunde noch unklar.

Meldung vom 19.08.2026, 7.28 Uhr: Nächster Schockmoment: Musiala äußert sich nach Zusammenbruch

Jamal Musiala hat beim FC Bayern München für einen erneuten Schreckmoment gesorgt, wenig später aber zumindest leichte Entwarnung gegeben. "Das Wichtigste zuerst - mir geht es gut!", teilte der 23-Jährige nach dem 4:2 (1:2)-Sieg des deutschen Fußball-Rekordmeisters im Testspiel beim 1. FC Heidenheim über die sozialen Medien mit.

Wie schon drei Tage zuvor im Test gegen RB Leipzig (3:1) war Musiala auf dem Rasen zusammengebrochen. Bayern-Sportvorstand Max Eberl hielt sich zum Gesundheitszustand des Offensivstars zunächst bedeckt, ehe sich Musiala nach der Partie beim Bundesliga-Absteiger selbst zu Wort meldete.

Sorgen um Bayern-Star Musiala: Erneuter Zusammenbruch in Testspiel

"Ich verstehe, dass sich viele von euch Sorgen machen. Diese Sorge möchte ich euch heute nehmen und euch dazu etwas erklären", schrieb Musiala an die Fans gewandt. "Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim."

Funktionelle neurologische Störungen sind "eine Fehlanpassung der Informationsverarbeitung im Gehirn", wie die Deutsche Hirnstiftung erklärt. Sie seien "kein Ausdruck einer Schädigung des Nervensystems". Es seien "echte Symptome ohne klare Ursache". Zu den häufigen Symptomen zählen demnach Schwindel und Bewegungsstörungen.

Musiala war bei der Generalprobe der Bayern für den Pflichtspielstart mit dem Supercup bei Borussia Dortmund am kommenden Samstag erst nach gut einer Stunde eingewechselt worden - genau wie Harry Kane, Michael Olise und etliche weitere Bayern-Stars.

 "Musiala"-Rufe von allen Seiten - Eberl hält sich zu Gesundheitszustand bedeckt

Schon nach wenigen Minuten musste er - genau wie gegen Leipzig - am Boden liegend von medizinischem Personal behandelt werden. Mit- und Gegenspieler bildeten zum Sichtschutz schnell einen Kreis um den zusammengesackten Profi der Bayern. Von den Rängen gab es laute "Musiala"-Rufe - auch aus dem Heidenheimer Fanblock. Kurz später konnte der Offensivstar den Platz zwar eigenständig verlassen, setzte die Partie aber nicht mehr fort.

"Er ist in der Kabine, er zieht sich um, er duscht", berichtete Eberl. "Wir wussten und wissen Bescheid", sagte der Sportchef über den WM-Fahrer, ging aber nicht weiter ins Detail. Das übernahm kurz später dann Musiala selbst.

Für ihn seien solche Momente aktuell Teil des Alltags, erklärte Musiala, der seit seiner schweren Verletzung bei der Club-WM 2025 schon mit mehreren gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen hatte und weiter nach seiner einstigen Form sucht. "Ich bin diesbezüglich in bester medizinischer Behandlung und sehr optimistisch. Der FC Bayern und mein privates Umfeld sind immer an meiner Seite und unterstützen mich auf diesem Weg. Wichtig ist, es besteht kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko."

Musiala äußert sich zu Zusammenbrüchen - "in medizinischer Behandlung"

Es sei "in enger Abstimmung und in regelmäßigem Austausch mit den Experten" sein persönlicher Wunsch gewesen, sich "der Herausforderung zu stellen und mit der Freigabe der neurologischen Fachärzte weiter dem zu widmen, was mir bei der Genesung am meisten hilft: Einfach meinen Alltag zu leben und meiner Passion Fußball zu spielen weiter nachzugehen. Dafür habe ich die Verantwortung übernommen." Er wähne sich auf einem "guten Weg".

Nur neun Minuten nach seiner Einwechslung war Musiala in Heidenheim von Bayern-Trainer Vincent Kompany wieder vom Feld genommen worden. Luis Díaz (78. Minute) und Nathaniel Brown (83.) sorgten mit ihren Toren anschließend noch für einen späten Sieg der Gäste, bei denen viele Topspieler zunächst draußen blieben. Torhüter Manuel Neuer und Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich gehörten genau wie Tom Bischof gar nicht zum Kader - aus Gründen der Belastungssteuerung, wie der Klub vor dem Anpfiff mitteilte.

Yannik Wagner (5.) brachte Heidenheim in Führung, Mümnchens Eigengewächs Felipe Chávez (25.) glich mit einem herrlichen Freistoßtreffer aus. Julian Niehues (44.) sorgte für das 2:1 des FCH. Dann traf der Ex-Heidenheimer Arijon Ibrahimovic für die Bayern per Foulelfmeter zum erneuten Ausgleich (47.), ehe Díaz und Brown die Partie noch vollends zugunsten der Münchner drehten.

Überschattet wurde der Bayern-Sieg allerdings vom erneuten Schock um Musiala. Wenn in diesem Sport so etwas passiere, würden alle verstehen, "dass Fußball die schönste Nebensache der Welt ist und dass es um was ganz anderes geht", sagte Eberl. "Das ist ein gutes Zeichen. Das gibt mir ein gutes Gefühl, dass wir als Gesellschaft dann eben auch zusammenstehen."

Vorschaubild: © Harry Langer/dpa