LKR Erlangen-Höchstadt

"Umweltschulen" und "Ökokids" im Landkreis Erlangen-Höchstadt ausgezeichnet

Schon die kleinen und die ganz kleinen Menschen können viel bewirken zum Erhalt der Umwelt. Minister Thorsten Glauber zeichnet bayernweit 152 Umweltschulen und 76 Kitas (Ökokids) für ihre nachhaltigen Projekte aus.
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In Eggolsheim wurden am Montag 152 Schulen ausgezeichnet
In Eggolsheim wurden am Montag 152 Schulen ausgezeichnet

In der ersten von drei Auszeichnungsveranstaltungen überreichte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber 152 Schulen, die erfolgreich an der Zertifizierung teilgenommen hatten, die Auszeichnung "Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule für das Schuljahr 2018/2019" in der Grund- und Mittelschule in Eggolsheim. Aus der Stadt und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt konnten acht Schulen (siehe Box) das Zertifikat entgegennehmen.

Dass auch die ganz Kleinen sich für die Umwelt engagieren, wurde in der Veranstaltung deutlich, in der Minister Glauber 76 bayerische Kindertage seinrichtungen als "Ökokids" auszeichnete; darunter waren drei aus Stadt und Landkreis Erlangen-Höchstadt (siehe unten).

Der Umweltminister betont bei der Zertifizierung der "Umweltschulen", "dass junge Menschen gebraucht werden, um unsere Umwelt zu schützen und den Klimawandel erfolgreich zu bewältigen. Denn nur wenn alle zusammenarbeiten, können die Herausforderungen des Klimawandels gemeistert werden." Die Schüler seien ein Vorbild, deren Engagement Mut mache.

Zuwachs

Landesweit erhalten wieder deutlich mehr Schulen (479) als im Vorjahr (375) das Prädikat "Umweltschule. Für Birgit Feldmann, die Landeskoordinatorin im LBV, ist dabei besonders erwähnenswert, dass alle bayerischen Schularten bei dieser Auszeichnung vertreten sind. Ganz gleich ob Grundschulen, Förderschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, berufliche Schulen, Wirtschaftsschulen oder private Schulen - in jedem Bereich lässt sich Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung realisieren.

Auch die Bandbreite der gewählten Themen zeigt, mit welcher Kreativität und Fantasie sich die bayerischen Schulen diesem Bereich widmeten: Ob bei Aktivitäten zum Insektenschutz, zum Erhalt der biologischen Vielfalt, zum verantwortungsvollen Umgang mit Plastik, zum Klimaschutz oder zur strukturellen Verankerung von Nachhaltigkeit in der Schule - die Schulen entwickelten mit hohem Engagement Maßnahmen, um das Thema Nachhaltigkeit in der Schule erlebbar werden zu lassen.

"Den vielen derzeit ohnehin sehr engagierten Schülerinnen und Schülern boten diese nachhaltigen Projekte somit zusätzliche Möglichkeiten, sich direkt vor Ort für die Umwelt einzusetzen", sagt Feldmann. Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Schulprojekte sind unter www.lbv.de/umweltschule (Schuljahr 2018/2019) zu finden.

Von klein auf

Der bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz hat außerdem 76 nordbayerische Kindertageseinrichtungen mit dem Titel "Ökokids - KindertageseinRICHTUNG Nachhaltigkeit" ausgezeichnet. Die Auszeichnung "Ökokids" wird vom LBV bereits seit neun Jahren vergeben, gefördert wird das vom bayerischen Umweltministerium.

"Dieses Jahr erhalten insgesamt 156 Einrichtungen im Freistaat den begehrten Titel ", freut sich Carmen Günnewig, LBV-Projektleiterin "ÖkoKids". Mit der Auszeichnung werden Kindertageseinrichtungen hervorgehoben, die sich mit wichtigen Themen der Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen und dabei Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Natur bei Kindern fördern.

Die beteiligten Krippen, Kindergärten und Horte aus Bayern führten im vergangenen Kita-Jahr erfolgreich Projekte zum Thema "Umwelt und Nachhaltigkeit" durch. Die Jury aus Vertretern des bayerischen Umweltministeriums, des Sozialministeriums sowie des LBV bewertete die dazugehörigen Projektunterlagen.

"Die vielen gelungenen Projekte zeigen, wie breit gefächert die Möglichkeiten sind, Bildung für nachhaltige Entwicklung im frühkindlichen Bereich umzusetzen. Dabei geht es auch darum, Nachhaltigkeit in den Kita-Alltag zu integrieren und die gesamte Einrichtung mit ins Boot zu holen", betont Günnewig.

Die Spannbreite der eingereichten Projekte erstreckt sich dieses Jahr von "Die Welt ist uns nicht einerlei, drum leben wir jetzt plastikfrei" über "Lisa Schneck und ihre Gartenfreunde" bis hin zu "Gibt es keine Bienen mehr, bleiben unsere Teller leer".

Viele Projekte befassten sich mit dem Thema Insekten, nicht zuletzt wohl auch wegen des Volksbegehrens Artenvielfalt im Frühjahr. Die Kindertageseinrichtungen mit ihren engagierten Mitarbeiterinnen tragen entscheidend dazu bei, einer neuen Generation den achtsamen und nachhaltigen Umgang mit unserer Erde zu vermitteln.

Die Weisendorfer Kita zum Beispiel zeichnet sich seit Jahren durch den Schwerpunkt Natur- und Umweltpädagogik aus und erhielt bereits im Jahr 2018 das Umweltzertifikat "Der grüne Gockel". Im Projekt "Ökokids" des Landesbundes für Vogelschutz gewann die Einrichtung in diesem Jahr mit ihrem "Küken-Projekt" die höchste Auszeichnungsstufe mit "drei Raben".

In Zusammenarbeit mit dem Rassegeflügelzuchtverein Rezelsdorf, vertreten durch Stefan Winterbauer, wurde in der Kita ein Brutapparat aufgestellt. Die Kinder konnten aus nächster Nähe die Eier, die schlüpfenden Küken, das Wachsen der Küken bis zum Huhn oder Gockel verfolgen und sogar die Hühner noch in ihrem neuen Zuhause nach der Kita besuchen.

Nähere Informationen zu den "Ökokids" und eine Liste der ausgezeichneten Projekte 2019 sind unter www.lbv.de/oekokids zu finden.

Ausgezeichnet Umweltschulen

Gymnasium Eckental

Realschule Herzogenaurach

Emil-von-Behring-Gymnasium Spardorf

Mittelschule Baiersdorf

Grundschule Aurachtal

Staatliche Berufsschule Erlangen

Wirtschaftsschule Erlangen

Werner-von-Siemens-Realschule Erlangen

Öko-Kids

Ev. Kindertagesstätte Villa Herzolino, Herzogenaurach

Ev. Kindertagesstätte Weisendorf

Kita des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg, Erlangen

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