Bamberg
Basketball

Ohne Stuckey gegen Brose Bamberg

Die Crailsheimer dürfen den vor vier Wochen verpflichteten Flügelspieler am Samstag in ihrer Bundesliga- Heimpartie gegen dessen ehemaligen Verein nicht einsetzen. Die starken Merlins sind punktgleich mit den Oberfranken.
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Maurice Stuckey (mit Ball) absolvierte für die Bamberger in dieser Saison acht Spiele, in denen er im Schnitt 6:56 Minuten pro Partie auf dem Feld stand und 2,3 Punkte erzielte. Für die Merlins kam er in vier Spielen bislang im Schnitt auf 6,3 Zähler bei einer Einsatzzeit von 13:13 Minuten. Kurz vor Weihnachten erzielte Stuckey in Würzburg 17 Punkte. Foto: Daniel Löb
Maurice Stuckey (mit Ball) absolvierte für die Bamberger in dieser Saison acht Spiele, in denen er im Schnitt 6:56 Minuten pro Partie auf dem Feld stand und 2,3 Punkte erzielte. Für die Merlins kam er in vier Spielen bislang im Schnitt auf 6,3 Zähler bei einer Einsatzzeit von 13:13 Minuten. Kurz vor Weihnachten erzielte Stuckey in Würzburg 17 Punkte. Foto: Daniel Löb

Für die Basketballer von Brose Bamberg wird es bei der Bundesligapartie am Samstagabend (20.30 Uhr) in Crailsheim ein Wiedersehen mit Maurice Stuckey nur am Rande des Spielfelds geben. Der Anfang Dezember vom Pokalsieger zu den Merlins gewechselte Flügelspieler ist beim Duell gegen seinen ehemaligen Verein nur Zuschauer. Denn ein Bestandteil der Vereinbarung beider Teams war, dass der 29-Jährige im ersten Aufeinandertreffen beider Vereine nach seinem Wechsel nicht spielen darf.

Seinen Weggang aus Bamberg, wo er nur sporadisch zum Einsatz kam, hat Stuckey nicht bereut. In Crailsheim steht er im Schnitt doppelt so lange auf dem Parkett wie zuvor. "Ich glaube, man hat mir angesehen, dass ich in Bamberg frustriert war. Leider gab es aus irgendwelchen Gründen keine Möglichkeit für mich. Das ist schade. Doch ich will spielen", begründete Stuckey jüngst in der Fachzeitschrift "Big" seinen Abschied aus Bamberg.

Die Überraschung der Saison

Sein neues Team ist die Überraschung dieser Saison. Im Vorjahr als Tabellen-16. dem Abstieg nur knapp entronnen, sind die Crailsheimer ein Play-off-Kandidat und stehen, punktgleich mit vier weiteren Mannschaften (darunter Bamberg), mit 16:10 Zählern auf dem fünften Tabellenplatz. Die Truppe des finnischen Trainers Tuomas Iisalo stellt hinter Alba Berlin die zweitbeste Offensive der Liga. Sie erzielt im Schnitt 91,1 Punkte pro Partie und damit rund sieben mehr als die Bamberger (83,9), die ihrerseits aber gut acht Punkte (76,8) weniger zulassen als die Merlins (85,1).

Für die Gäste gilt es, in der Defensive hellwach zu sein. Denn die Crailsheimer, die mit 32,3 Dreiern pro Partie ligaweit am meisten aus der Distanz werfen, verfügen über ein starkes Kollektiv. Gleich sechs Spieler punkten im Schnitt zweistellig. Beste Korbschützen sind Javontae Hawkins (17,1), ein früherer Teamkollege des Bambergers Chris Sengfelder am US-College, und Sebastian Herrera (13,6).

Noch kein Sieg über Bamberg

Der 22 Jahre alte Deutsch-Spanier Herrera führte die Crailsheimer jüngst mit 24 Punkten mit zum 91:79-Heimerfolg gegen Ulm. Mit 29:9 drehten sie die Partie im letzten Viertel. Zuvor hatten sich die Merlins mit 115:105 nach Verlängerung in Braunschweig durchgesetzt. Mit diesen beiden Siegen beendeten sie eine kurze Durststrecke mit drei Niederlagen in Folge gegen München, Frankfurt und Würzburg. Jetzt hoffen die Crailsheimer auf ihren ersten Sieg über die Bamberger im siebten Aufeinandertreffen.

"Gegen die Crailsheimer wird es in erster Linie abermals auf unsere Verteidigung ankommen. Wie viele andere Mannschaften haben auch sie viele Spieler, die punkten können. Das müssen wir ihnen wegnehmen", meint Brose-Coach Roel Moors, der dem verpassten Sieg gegen Bayern München kurz vor dem Jahreswechsel noch ein wenig nachtrauert. "Gegen München gab es viele gute Sachen. Im Basketball kommt es ab und an vor, dass Würfe nicht fallen. Das müssen wir abhaken. Wir müssen uns darauf konzentrieren, dass wir uns weiter gute Würfe erarbeiten. Dann fallen sie auch wieder", sagt der Belgier, der mit seinem Team in den kommenden neun Tagen vor drei richtungweisenden Partien steht.

Zunächst geht es in Crailsheim darum, einen Play-off-Platz in der Bundesliga zu festigen. Am Mittwoch können die Bamberger nur mit einem Heimerfolg gegen Gaziantep ihre Chance auf die Achtelfinal-Teilnahme in der Champions League wahren. Und am darauffolgenden Sonntag, 12. Januar, steht der Halbfinalknüller im Pokalwettbewerb gegen Alba Berlin auf dem Programm.

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