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Himmelsphänomen

Mondfinsternis heute Abend: Um diese Uhrzeit sehen Sie das Himmelsspektakel am besten

Auch 2020 wird in Franken wieder eine Mondfinsternis zu sehen sein. Wo und wann Sie die Halbschatten-Mondfinsternis am besten mitverfolgen, erfahren Sie hier.
 
Mondfinsternis am Freitag, 10. Januar 2020: Wann und wo können Sie das Ereignis am besten verfolgen? Hier erfahren Sie es! Foto: Paul Zinken/dpa
Mondfinsternis am Freitag, 10. Januar 2020: Wann und wo können Sie das Ereignis am besten verfolgen? Hier erfahren Sie es! Foto: Paul Zinken/dpa

Himmelsspektakel am fränkischen Nachthimmel: 2020 ist wieder eine Mondfinsternis zu bestaunen, genauso beeindruckend wie im letzten Jahr? Und wie kommt ein Blutmond zustande?

Gleich vier Mal können wir im Jahr 2020 eine Mondfinsternis bestaunen. Sie wird nicht nur den Erdtrabanten in besonderem Licht erscheinen lassen, sondern auch für zahlreiche fantastische Fotos sorgen. In manchen Teilen Deutschlands könnte aber das Wetter die Sicht auf das Himmelsphänomen trüben.

inFranken.de liefert einen Überblick über die anstehenden Himmelsphänomene.

    Die kommenden Mondfinsternisse im Jahr 2020:

  • 10. Januar 2020: Halbschattenmondfinsternis – Europa, Afrika, Asien und Australien
  • 5. Juni 2020: Halbschattenmondfinsternis – Europa, Afrika, Asien und Australien
  • 5. Juli 2020: Halbschattenmondfinsternis – Nord- und Südamerika, Südwesteuropa und Afrika
  • 30. November 2020: Halbschattenmondfinsternis – Asien, Australien, Pazifik, Nord- und Südamerika

Wann kommt die nächste Mondfinsternis?

Die nächste Mondfinsternis ist eine sogenannte "Halbschatten-Mondfinsternis"und beginnt voraussichtlich am 10. Januar um 18.08 Uhr. Voraussichtlich rund zwei Stunden wird die Verdunklung auf dem Mond zu sehen sein. Am stärksten sichtbar, ist sie laut dem Bayerischen Rundfunk um 20.10 Uhr. Sollte man also ein Erinnerungsfoto schießen wollen, ist dieser Zeitpunkt am günstigsten. Bereits eine Stunde später wird nicht mehr viel von dem Schauspiel zu sehen sein. Einen richtigen Blutmond, wie es ihn zuletzt im Januar 2019 gegeben hat, wird es diesmal nicht geben.

Was hat es mit dem Blutmond auf sich?

Die Faszination Mond zieht die Menschen schon immer in ihren Bann, vor allem wenn er so spektakulär am Himmel steht wie bei einer Mondfinsternis. Im Juli 2018 hat der letzte Blutmond scharenweise Menschen auf die Straßen gelockt. In Franken sorgte das Himmelsspektakel teilweise für Verkehrsstörungen.

Wann ist der Blutmond das nächste Mal zu sehen?

Wer den Blutmond damals verpasst hat, muss jetzt eine Weile warten, bis sich das Schauspiel das nächste Mal wiederholt. Denn erst an Silvester 2028 wird es erneut zum "Super-Blutmond" kommen. Dann verdunkelt sich der Vollmond wieder und die Erdatmosphäre verschluckt alles Licht, bis auf langwellige rote Strahlen. Diese Strahlen fallen dann auf den Mond und der färbt sich rot.

Was genau ist ein Blutmond?

Als Blutmond wird demnach der Zustand des Mondes bezeichnet, sobald er sich im komplett im Schatten der Erde befindet. Da das Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gebrochen wird, erreicht uns vor allem rotes Licht des Himmelskörpers, der dadurch "blutig" wirkt.

Bedingung für eine Mondfinsternis ist jedoch, dass Mond, Erde und Sonne in einer ganz bestimmten Konstellation zueinander stehen. Der Mond muss sich im Schatten der Erde, auch "Kernschatten" genannt, befinden. Die Erde steht dann zwischen Sonne und Mond. Abhängig davon, wie groß der Schatten ist, den die Erde auf den Mond wirft, ist über Deutschland und der fränkischen Region eine partielle oder eine totale Mondfinsternis zu bestaunen.

Um wie viel Uhr war der Super-Blutmond zu sehen?

Den Höhepunkt des Super-Blutmondes konnte gegen 6.12 Uhr bestaunt werden - da verdeckte der Schatten der Erde den Mond maximal. Rund eine halbe Stunde später - gegen 6.43 Uhr wanderte der Mond dann wieder vom Kernschatten in den Halbschatten der Erde.

Die maximale Dauer einer totalen Mondfinsternis beträgt übrigens 106 Minuten. Am 27. Juli 2018 dauerte die "totale Mondfinsternis" 103 Minuten. Der Blutmond am 21. Januar 2019 hat nicht so lange gedauert.

Was ist ein Super-Blutmond?

Von einem Super-Blutmond wird deshalb gesprochen, weil neben dem Blutmond noch ein weiteres Phänomen zu sehen sein wird: Ein Supermond. Denn am 21. Januar 2019 befand sich der Mond an der Stelle seiner Umlaufbahn, an der er am kürzesten von der Erde entfernt ist. In der Folge ist er näher und größer zu sehen, als bei einem gewöhnlichen Blutmond. Den nächsten Super-Blutmond gibt es erst im Jahr 2037.

Um es gar auf die Spitze zu treiben, existiert zudem das Phänomen einer "Super-Blau-Blutmond-Finsternis". Am 31. Januar 2018 gab es zusätzlich zu einem Blut- und Supermond zusätzlich noch einen "Blue Moon". So wird das Phänomen genannt, wenn zum zweiten Mal in einem Monat Vollmond ist. dn/dpa

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