Bei einem ruhigen Moment am Abend hat ein schöner Nachthimmel schon den ein oder anderen fasziniert. Gerade in den Frühlingsmonaten zieren viele beeindruckende Phänomene die fränkische Nacht: Von Meteorströmen, Sternschnuppen, und Planeten ist für jeden etwas dabei.

Der Monat startet mit den sogenannten Eta-Aquariiden. Dabei handelt es sich um einen Meteorschauer des Halleyschen Kometen, dessen Bruchstücke  in der Atmosphäre der Erde verglühen und dabei als Sternschnuppern sichtbar werden. Da sich die Erde im Zeitraum zwischen dem 19.04. und dem 28.05. durch die Umlaufbahn des Halleyschen Kometen bewegt, sind die Eta-Aquariiden  in diesem Zeitraum  auf der ganzen Welt beobachtbar. Seinen Namen erhält der Meteorschauer aufgrund seines optischen, scheinbaren Ursprungsortes: dem hellsten Stern des Sternbildes Wassermann (Aquarius). 

Sternen-Spektakel: Drei Tipps um nichts zu verpassen

Zum Höhepunkt kommt es laut timeanddate.de am 5. und 6. Mai (Mittwoch und Donnerstag). Bis zu 50 Meteore sollen pro Stunde dabei zu sehen sein. Damit Sie das Spektakel nicht verpassen, rät timeanddate.de zu drei einfachen Vorbereitungen.

  • Suchen Sie sich einen lichtarmen Ort und gewöhnen Sie ihre Augen schonmal für 15-20 Minuten an die Dunkelheit.
  • Achten Sie auf die Wettervorhersage und die Temperatur. Packen Sie sich den Temperaturen entsprechend ein und schnappen Sie sich noch eine Decke, damit auch der Komfort beim Schauen gesichert ist.
  • Den meisten Erfolg beim Schauen hat man, wenn man sich auf den Rücken legt und so den ganzen Himmel im Blick hat: Halten Sie außerdem das Sternbild Wassermann im Blick, da es als optischer Anhaltspunkt für die Schauer gilt

Doch nicht nur der Meteorschauer lässt sich im Mai bewundern. Gleich eine Woche nach dem Höhepunkt der Eta-Aquariiden bietet  die dünne Mondsichel in westlicher Blickrichtung  am 13. Mai  ein Schauspiel. Sie wird begleitet von  den Planeten Merkur und Venus, die man nur äußerst selten zu Gesicht bekommen kann.  Und nicht nur Merkur und Venus, auch Jupiter und Saturn lassen sich unter den richtigen Umständen erblicken: Am Südosteingang der Ekliptik, einer  Linie aus den Sternen Antares, Spica und Regulus können die Planeten mit viel Glück zwischen 23 und 5 Uhr betrachtet werden. Nicht zuletzt kann das sogenannte Wintersechseck im Mai noch angeschaut werden, bevor es vorerst vom Nachthimmel verschwindet.  

Die Mondsichel am 13. Mai dient als Vorbote für den bevorstehenden Vollmond am 26. Mai. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen normalen Vollmond, sondern um einen sogenannten "Supermond". So wird das Phänomen genannt, wenn der Mond zeitgleich als Vollmond erscheint und einen erdnahen Punkt zur Erde erreicht. Dass der Mond manchmal näher an der Erde dran ist und manchmal weiter entfernt, ist seiner elliptischen Umlaufbahn geschuldet. Und obwohl der Unterschied für das menschliche Auge kaum sichtbar sein sollte, kann man  sich zum richtigen Zeitpunkt durch eine optische Täuschung einbilden, dass der Mond besonders groß wäre.

Supermond strahlt bis zu 30 Prozent heller

Wenn der Mond kurz vor dem Horizont steht, erscheint er besonders groß: Den Aufgang und den Untergang des Mondes sollte man also auf keinen Fall verpassen. Auch sonst besitzt der Supermond über eine besondere Eigenschaft: Er ist wesentlich heller als ein normaler Mond, da aufgrund seiner Nähe seine Fläche heller leuchtet. Dem Bayerischen Rundfunk zufolge strahlt der Mond um knapp 30 Prozent heller. 

Zusammenfassend lässt sich allerlei Schauspiele im Mai beobachten. Wenn Sie also im Mai in den Nachthimmel schauen: Halten Sie die Augen offen, vielleicht entdecken Sie etwas Schönes.