Die Filmszenen im Science-Fiction-Film "Avatar", die eine leuchtende Natur zeigen, sorgten bei vielen Zuschauer für Staunen.  Abseits von Fiktion könnte eine leuchtende Fauna aber bald Realität werden.

Laut einer Studie der Fachzeitschrift "Nature Biotechnology" ist es einem internationalen Forscherteam durch die Arbeit mit einem Pilz-Gen gelungen, bahnbrechende Fortschritte bei der Biolumineszenz von Pflanzen zu machen. Die Biolumineszenz sorgt dafür, dass Lebewesen tatsächlich von selbst leuchten. 

Biolumineszenz: Ein Pilz-Gen sorgt für Licht 

Die Zusammenarbeit an diesem Projekt ereignete sich zwischen einem Londoner Forscherteam um Karen Sarkisjan vom London Institute of Medical Sciences und Jlja Jampolski vom Moskauer Unternehmen Planta LLC. Ursprünglich habe man die Leuchtfähigkeit von Pilzen untersucht, bis man schließlich feststellte, dass diese ebenfalls die Biolumineszenz von Pflanzen unterstützten. Durch das Einsetzen eines Moleküls in die Zellwände von Tabakpflanzen, das die Forscher als "Kaffeesäure" bezeichnen, produzierten die Zellwände Licht. 

Hinsichtlich der Leuchtkraft von Organismen sei schon länger geforscht worden. Zuletzt mit einen Enzym, das ebenfalls bei der Lichtproduktion von Glühwürmchen beteiligt ist. Anders als dieses sorge das Pilz-Gen aber für deutlich mehr Leuchtkraft. Wenn sie im Zuge ihrer Entdeckung auch noch lange keine Straßenlaternen ersetzen können, ist es dennoch ein bedeutender Schritt für die Forscher. Für die Organismen selbst ist die Leuchtkraft indes unbedenklich.