• Wird Mehl tatsächlich knapp?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Tipps: Backen ohne Weizenmehl

In Zeiten der Pandemie, des Krieges und der Unsicherheit reagieren viele Menschen mit Hamsterkäufen. Egal ob Klopapier, Sonnenblumenöl oder Backpulver, einige Lebensmittel wurden gefühlt extrem knapp in den deutschen Supermarktregalen. Wie sieht es nun mit Mehl aus? Das ist tatsächlich nicht so einfach zu beantworten. In Deutschland werden durch den Krieg derzeit einige Lebensmittel teurer. Dazu gehört auch Weizenmehl. Die Ukraine und Russland produzieren gemeinsam 29 Prozent des weltweit exportierten Weizens. Würde dieser Anteil komplett entfallen, würde es weltweit tatsächlich enorme Engpässe geben. Derzeit ist jedoch genügend Mehl in Deutschland vorhanden. Inzwischen backen auch immer mehr Menschen mit weniger Weizenmehl. Es hat mittlerweile einen schlechten Ruf, der sich festgesetzt hat. Viele Menschen meinen auch, Weizenprodukte nicht vertragen zu können. Dabei liegt dies häufig auch an diversen Backtriebmitteln, Zuckerersatzstoffen und Enzymen, die den Backwaren zugesetzt werden. Wer abwechslungsreiche und gesunde Alternativen sucht, hat aber in jedem Fall eine große Auswahl im Supermarktregal.

Welche Alternativen gibt es?

Egal aus welchen Gründen du auf Weizenmehl verzichten musst oder möchtest, inzwischen gibt es eine Vielzahl an Alternativen, mit denen man Backen und Kochen kann.

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Diese sind zum Beispiel:

  • Hafermehl: Es besteht aus gemahlenen Haferflocken. Hafer enthält viel mehr Fett, Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine als andere Getreidesorten. Es ist besonders bei Sportlern und Schwangeren beliebt.
  • Mandelmehl und Kokosmehl: Sehr beliebt in der Low-Carb-Ernährung. Die Mehle schmecken leicht süßlich und besitzen viel Eiweiß.
  • Sojamehl: Ein eiweißreiches Mehl, das auch als Ei-Ersatz beim Backen verwendet werden kann.
  • Reismehl: In Asien sehr beliebt, aber etwas schwer zu verarbeiten. Teig wird extrem flüssig und sollte mit anderen Mehlsorten kombiniert werden.
  • Maismehl: Dieses Mehl enthält kaum Vitamine und ist sehr nährstoffarm.
  • Hirsemehl und Amaranthmehl: Beide Mehle sind nährstoffreich und glutenfrei.
  • Buchweizenmehl: Es gehört zu den Pseudogetreiden und ist damit glutenfrei. Außerdem ist es eine wahre Vitaminbombe und lässt den Blutzuckerspiegel besonders langsam ansteigen.
  • Hanfmehl: Schmeckt sehr nussig, ist aber voller guter Inhaltsstoffe wie Vitamin B1.
  • Leinsamenmehl: Sehr gut für den Darm und voller mehrfach ungesättigter Omega-3- und essenzieller Fettsäuren.
  • Kichererbsenmehl: Das feine Mehl liefert viel Eiweiß und enthält doppelt so viel pflanzliches Protein wie Weizenmehl.
  • Dinkelmehl: Hat einen nussigen Geschmack und etwas mehr Zink, Magnesium und Eisen als Weizenmehl.

Tipps: Backen ohne Weizenmehl

Die meisten der Mehlalternativen eignen sich sehr gut zum Backen. Allerdings solltest du bei der Verarbeitung ein paar Dinge beachten:

  • Die Mischung machts: Achte darauf, dass du Mehle mit extremer Saugfähigkeit wie Mandelmehl oder Kokosmehl niemals komplett für deinen Teig verwendest. Durch das Mischen mit beispielsweise Vollkornmehlen erhältst du aber einen luftigen, leicht süßlichen Teig. Am besten nimmst du 20 Prozent einer Mehlalternative und 80 Prozent Dinkel- oder Roggenmehl.
  • Wenn du glutenfrei Backen möchtest: Hier eignet sich Buchweizenmehl besonders gut. Es lässt sich unkompliziert verarbeiten und du kannst es sowohl für Süßspeisen wie Pfannkuchen als auch für herzhaftes Brot verwenden.
  • Reis und Reismehl: Reis ist ein häufiger Ersatz in glutenfreien Produkten, daher solltest du immer einen Blick auf die Zutatenliste werfen und beim Kauf nur Bioware wählen. Denn diese Produkte können mit Arsen belastet sein.

Am besten probierst du die unterschiedlichen Mehle aus und experimentierst mit verschiedenen Mischungen. Wenn du Weizenmehl verwendest, kannst du es auch nur anteilig in deinem Teig verwenden. Möchtest du ganz darauf verzichten, solltest du auf jeden Fall Vollkornprodukte wählen. Diese bieten mehr Inhaltsstoffe und halten länger satt. Backe abwechslungsreich und ausgewogen, dann kannst du ohne Weiteres auf Weizenmehl verzichten.

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