Grüne Stinkwanzen, Feuerwanzen und Gemeine Bodenwanzen sind laut Umweltbundesamt keine menschlichen Parasiten und übertragen keine Krankheiten. Manche Arten sondern bei Bedrohung allerdings ein stark riechendes Sekret ab. Zerdrücken sollte man sie deshalb besser nicht.
Wanzen im Haus schonend entfernen und dauerhaft fernhalten
Einzelne Exemplare brauchen keinen Insektenspray. Das Umweltbundesamt rät ausdrücklich: "Da sie nicht schädlich sind, sollten sie weder im Haus noch außerhalb mit Insektiziden bekämpft werden."
- Einzelne Tiere lassen sich mit einem Glas und einem Stück Pappe aufnehmen und nach draußen bringen.
- Wer regelmäßig Wanzen findet, sollte mögliche Zugänge und Verstecke wie Ritzen und Spalten im Blick behalten.
- Engmaschige Fliegengitter an Fenstern und Türen können zusätzlich verhindern, dass Insekten in Wohnräume gelangen.
Bettwanzen erkennen: typische Spuren und Stiche im Schlafzimmer
Von diesen Arten klar zu unterscheiden ist die Bettwanze. Sie lebt in Innenräumen, versteckt sich zum Beispiel in Betten, Möbeln oder Ritzen und ernährt sich von Blut. Bei einem entsprechenden Befall empfiehlt das Umweltbundesamt eine professionelle Bekämpfung. Ein weiterführender Beitrag erklärt, wie Bettwanzen über Reisen oder gebrauchte Gegenstände eingeschleppt werden können und welche Maßnahmen bei einem Befall helfen.
Spuren zeigen sich häufig in der Nähe der Verstecke, etwa als schwarze Kotpunkte. Das Umweltbundesamt nennt zudem Häutungshüllen und lebende Tiere als mögliche Hinweise. Die Kotpunkte können allerdings auch von einem zurückliegenden Befall stammen. Wer sicher gehen möchte, sollte die Anzeichen eines Bettwanzenbefalls genauer prüfen.
Hautreaktionen allein sind kein sicherer Nachweis. Bettwanzenstiche können zwar juckende Pusteln verursachen und in einer Reihe auftreten, doch manche Menschen reagieren kaum darauf. Zudem lassen sich die Stiche leicht mit denen anderer Parasiten verwechseln.
Marmorierte Baumwanze und Grüne Reiswanze melden: So unterstützt man die LfL
Die Marmorierte Baumwanze ist eine aus Asien eingeschleppte Art, deren Ausbreitung in Deutschland genau beobachtet wird. Die LfL bittet deshalb um Hinweise aus der Bevölkerung, um das Vorkommen dieser Art und der Grünen Reiswanze in Bayern zu erfassen. Wer eine der beiden Arten findet, kann ein möglichst hochauflösendes Foto von oben und unten zusammen mit dem Fundort per E-Mail an Wanzen@LfL.bayern.de schicken. Alternativ lässt sich ein Exemplar in einem bruchsicheren Behälter, etwa einer kleinen Plastikdose oder Streichholzschachtel, an die LfL in Freising senden. Einen Probebegleitschein stellt die Behörde zum Download bereit.
Zur Unterscheidung hilft ein Blick auf das Schildchen und die Flügel: Die Grüne Reiswanze, die im Oberrheingraben zunehmend auftritt, hat drei weiße Flecken auf dem Schildchen, die jeweils von einem schwarzen Punkt flankiert werden, sowie ein farbloses Flügelteil. Bei der heimischen Grünen Stinkwanze ist das Flügelteil dagegen braun. Die Tiere stechen und beißen nicht, können aber bei Bedrohung einen unangenehmen Geruch verströmen.
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