• Gründe zum Sparen
  • Woher kommt der "Non-Bathing"-Trend?
  • Durchführung und mögliche Effekte
  • Fazit

"Non-Bathing" ist ein Trend, der dir durch den Verzicht auf das tägliche Duschen beim Sparen von Wasser und Energie helfen soll. Wie genau das funktioniert und welche Auswirkungen das "Non-Bathing" auf den Körper haben kann, haben wir für dich zusammengefasst.

Ursprung des "Non-Bathing"-Trends

Das Vergleichsportal Verivox analysiert regelmäßig, wie sich die Energiekosten entwickeln. Beachtet werden dabei die Bereiche Heizung, Strom und Sprit. Es wurde festgestellt, dass bereits Ende 2021 die Energiekosten stark angestiegen sind, doch der Trend hält bis heute an. Ein Energiepreis-Rechner der Verbraucherzentrale bietet dir die Möglichkeit, herauszufinden, was die Preissteigerungen für dich konkret bedeuten. Eines wird für Verbraucher*innen allemal deutlich: Die Preise steigen immer weiter an und Sparen ist wichtiger denn je.

Ein kurzer Rückblick in die Zeit des Corona-Lockdowns: Während dieser Zeit sind die meisten von uns entspannter mit dem Styling und der Körperhygiene umgegangen; häufig auch einfach aus dem Grund, dass es keinen wirklichen Anlass gab, sich zurechtzumachen. Daraus hervorgegangen ist ein neuer Trend, das sogenannte "Non-Bathing" oder auch "Nicht-Baden". Heute ist es die Energiekrise, die Menschen dazu "ermuntert", auf den Trend aufzuspringen und ihn zu testen.

Das "Non-Bathing" mittlerweile sogar wird von einigen Hollywood-Stars vorgelebt. So gaben unter anderem Brad Pitt, Jake Gyllenhaal und Julia Roberts zu, mehrere Tage am Stück nicht zu duschen. Ein Argument, dass sie dabei überzeugt, ist beispielsweise, dass tägliches Duschen der Schutzbarriere der Haut schadet, aber auch, dass sehr viel Wasser unnötig verbraucht wird. Dass sich die Methode positiv auswirken kann, lässt sich unter anderem in dem Buch mit dem deutschen Titel "Natürlich waschen! Was unsere Haut wirklich gesund hält*", des amerikanischen Arztes und Autors James Hamblin nachlesen. Dieser hat den Trend selbst getestet und berichtet von seinen Erfahrungen.

Effekte des "Non-Bathings"

Verzichtest du darauf, dich täglich warm abzuduschen, sparst du Energie. Der Grund dafür ist, dass die Energie, die zum Erhitzen des Wassers benötigt wird, eingespart wird. Möchtest du nicht vollständig auf das tägliche Duschen verzichten, beispielsweise weil du vermehrt schwitzt, könntest du beispielsweise nur einzelne Körperregionen täglich waschen. Allein durch diese kleine Maßnahme kann eine Menge an Wasser gespart werden. Denn: In der Regel fließen laut der Verbraucherzentrale NRW ganze 12 bis 14 Liter Wasser pro Minute durch einen Standard-Duschkopf. Es zeigt sich, dass jede Minute weniger bereits Wasser einspart. Regionen, die man häufiger waschen sollte, wie das Gesicht, den Intimbereich und die Achseln, kannst du täglich mit einem Waschlappen und etwas warmem Wasser sanft reinigen.

Doch beim ganzen Sparen darf die Gesundheit natürlich nicht in den Hintergrund rücken. Es zeigt sich, dass zwar die Mehrheit der Deutschen täglich duscht, es für eine gesunde Haut jedoch ausreichend ist, nur etwa zweimal die Woche zu duschen. Auch die Dermatologin, Dr. Stefanie Derendorf, findet die Idee, weniger zu duschen, sinnvoll. "In unserer Kultur duschen die Menschen nämlich eigentlich zu viel", erklärt sie im Gespräch mit Utopia. Verallgemeinert werden könne eine Angabe zur Häufigkeit jedoch nicht. Beispielsweise schwitzen Personen unterschiedlich viel und jede*r hat einen anderen Hauttyp. Zudem gibt es saisonale Faktoren, die eine Dusche erfordern, wie beispielsweise die Sonnencreme im Sommer. Benutzt du Make-up oder andere Pflegeprodukte, solltest du auch diese täglich entfernen.

Wichtig ist, auf den eigenen Hauttyp zu achten. Hast du eine sehr trockene Haut, kann es dir sogar helfen, weniger zu duschen. Dies liegt an den Tensiden, welche sich auf der Haut befinden und eine Art Schutzmantel um sie bilden. Beim Duschen werden sie hingegen herausgelöst, was bewirkt, dass unsere Haut ohne den Fettfilm trockener wird. Dem entgegen stehen Hauttypen, die relativ fettig sind. Hierbei könnte sich das Hautbild durch das "Non-Bathing" sogar verschlechtern. In der Regel merkst du ganz von selbst an deinem Hautbild, wann du zu häufig oder zu selten duschst. Eine objektive Beurteilung kannst du erhalten, wenn du eine Hautanalyse machen lässt. In dem Fall wird der Wasser- und Fettgehalt der Haut bestimmt. Ebenso ist es mit den Haaren: Auch hier reicht in der Regel eine Wäsche alle drei Tage. Ausnahmen gelten zu beachten, beispielsweise wenn deine Kopfhaut sehr schnell fettet oder du Pickelchen an der Kopfhaut bekommst. Wichtig ist ebenfalls, zu beachten, wie man duscht. Verzichtest du beispielsweise auf langes und heißes Duschen, trocknet dies die Schutzbarriere der Haut weniger aus. Zudem werden weniger Wasser und Energie benötigt.

Fazit

Zusammengefasst ist das "Non-Bathing" eine effektive Methode, um Wasser und Energie zu sparen. Damit tust du auch gleichzeitig dem Geldbeutel etwas Gutes. Körperstellen, die häufiger gereinigt werden müssen oder jene, an denen du vermehrt schwitzt, kannst du täglich mit einem Waschlappen, Wasser und bei Bedarf etwas milder Seife waschen. Die vollständige Dusche inklusive der Haarwäsche kann bei gesunder Haut auch nur zwei bis drei Mal die Woche erfolgen. Neigst du zu trockener Haut, kann das "Non-Bathing" für deinen Hauttypen sogar Vorteile haben. Doch nicht für alle ist der Trend geeignet: Hast du beispielsweise eine sehr fettige Haut, könnte sich dein Hautbild dagegen sogar verschlechtern. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu achten und bei Unsicherheit vielleicht sogar eine Hautanalyse durchführen zu lassen. So gehst du sicher, der eigenen Haut nicht zu schaden.

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