Viele Gemüsebrühen enthalten überraschend viel Salz und oft nur wenig Gemüse. Öko-Test zeigt, worauf beim Kauf von Brühe geachtet werden sollte.
Ein Löffel Pulver, heißes Wasser dazu – schon ist die Gemüsebrühe fertig. Sie eignet sich zum Verfeinern, als Basis für Suppen und Saucen oder als schneller Snack zwischendurch. Kalorien liefert sie kaum: Laut Öko-Test enthalten 100 Milliliter zubereiteter Gemüsebrühe durchschnittlich etwa vier Kilokalorien.
Doch das macht sie nicht automatisch zu einem gesunden Lebensmittel, wie der Gemüsebrühe-Test von Öko-Test zeigt. Viele Produkte weisen einen hohen Salzgehalt auf. In manchen Brühen ist der Gemüseanteil überraschend gering, was Verbraucher oft nicht erwarten. Auch spannend: Für eine leckere Tiefkühlpizza müssen Sie diese Herstellerangabe ignorieren.
Gemüsebrühe im Öko-Test: Salzgehalt kann Bouillons zur Salzbombe machen
Öko-Test hat 27 trockene Gemüsebrühen und Bouillons untersucht. Je nach Produkt steckten in 100 Millilitern zubereiteter Brühe zwischen 0,59 und 1,10 Gramm Salz. Bei einer großen Tasse mit 250 Millilitern können damit bereits bis zu 2,75 Gramm zusammenkommen.
Das ist beachtlich. Die Verbraucherzentrale verweist auf die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, wonach Erwachsene täglich höchstens sechs Gramm Salz aufnehmen sollten. Gleichzeitig essen die meisten Menschen hierzulande mehr als empfohlen. Ein dauerhaft hoher Salzkonsum kann den Blutdruck erhöhen und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.
Hinzu kommt: Nach Angaben der Verbraucherzentrale stammt der größte Teil des aufgenommenen Salzes nicht aus dem Salzstreuer, sondern aus verarbeiteten Lebensmitteln. Fertige Brühe kann die tägliche Salzmenge deshalb unbemerkt weiter erhöhen. Wie sich die Salzaufnahme im Alltag senken lässt, zeigt ein Ratgeber, der auch auf Nieren und Immunsystem eingeht und erklärt, ab welchem Salzgehalt pro 100 Gramm ein Lebensmittel als hoch gilt.
Gemüseanteil in Gemüsebrühe oft geringer als erwartet
Auch der Begriff "Gemüsebrühe" sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der tatsächliche Gemüseanteil überschaubar sein kann. Bei den von Öko-Test untersuchten Produkten lag er zwischen rund 7,7 und 32,5 Prozent. Zudem kritisierten die Tester unter anderem Aromen und Geschmacksverstärker. In einigen konventionellen Produkten wurden außerdem Rückstände verschiedener Pestizide nachgewiesen.
Rund zwei Drittel der Produkte schnitten dennoch gut oder sehr gut ab. Besonders häufig überzeugten Bio-Produkte. Ebenso interessant: Großer Fischstäbchen-Test: Mehrere "Premium"-Produkte schneiden schlecht ab.
Mischt man heute sowas ins Wasser schmeckt man nur noch Gewürze. Wenn ich an die Fertigsuppen aus meiner Kindheit denke, da hat es noch nach Suppe geschmeckt. Heutzutage... einfach nur noch widerlich.