Auch die Akkus von E-Bikes können gelegentlich in Brand geraten. Wie sich ein Feuer vermeiden lÀsst und was du im Brandfall tun kannst.
Unter welchen UmstÀnden können die Akkus von E-Bikes eigentlich Feuer fangen?
Wodurch eine Explosions-Gefahr entsteht und wie man sie vermeiden kann
Was du tun kannst, um BrÀndeund Schlimmeres beim E-Bike zu verhindern
Wie und wo man Elektro-FahrrÀder und Akkus am besten aufbewahren sollte
Dass es problematisch ist, wenn E-Autos brennen, ist bekannt. Doch auch die Akkus von E-Bikes können unter UmstÀnden explodieren und Feuer fangen. Deshalb solltest du einiges wissen und beachten, wenn du ein E-Bike besitzt. Wichtig ist zum Beispiel, wie und wo du den Akku deines E-Bikes lagerst.
E-Bikes und die Probleme mit den Akkus: Wie gefÀhrlich sind sie wirklich?
Wer hat nicht schon von brennenden oder explodierenden Handys gehört sowie von ausgebranntenElektroautos, die selbst die Feuerwehr kaum löschen konnte? Ăhnliches hört man in der letzten Zeit auch von E-Bikes. Auch deren Akkus können unter bestimmten Voraussetzungen in Flammen aufgehen. Wurden diese in WohnhĂ€usern aufgeladen, sind teils ganze HĂ€user abgebrannt oder durch das entstandene Feuer zumindest schwer beschĂ€digt worden. Aber an was liegt das eigentlich und was sind die Ursachen fĂŒr Defekte mit solch verheerenden Folgen?
Die Lithium-Ionen-Akkus sind Ă€uĂerst hochleistungsfĂ€hige und gleichzeitig auch nicht ganz unempfindliche Stromspeicher. Diese erfordern durchaus einen sorgsamen Umgang und mögen beispielsweise keine extremen Temperaturen, die unter null oder ĂŒber vierzig Grad Celsius liegen. Im Zweifel lohnt sich hier ein Blick in die Bedienungsanleitung. Wer sein Rad beispielsweise im Winter in einer kalten Garage abstellt, sollte den Akku lieber entnehmen und diesen an einem warmen, aber nicht zu heiĂen sowie auch trockenem Ort lagern. Auch eine lĂ€ngere und direkte Sonneneinstrahlung ist fĂŒr die Batterien nicht geeignet.
Eine weitere Ursache kann eine mechanische BeschĂ€digung sein, die dann zu einem defekten Akku fĂŒhrt. Wenn dir beispielsweise dein E-Bike einmal umgefallen ist, solltest du lieber einmal genauer nachschauen, ob dadurch womöglich der Stromspeicher beschĂ€digt worden ist. Eine relativ hĂ€ufige Ursache fĂŒr explodierende und dann anschlieĂend brennende Akkus sind vor allem falsche LadegerĂ€te und falsche Ladekabel, warnt der Fahrradclub ADFC und rĂ€t, lieber auf originale und fĂŒr den Speicherempfohlene Ladestationen zurĂŒckzugreifen. Oftmals kommt es nĂ€mlich durch derlei unpassende GerĂ€te zu KurzschlĂŒssen. Aufgrund dessen sind dann Explosionen mit anschlieĂenden BrĂ€nden möglich. Auch die Schnellladefunktion sollte man eher sparsam verwenden, da hierin ein gewisses Risiko zur Ăberhitzung liegt.
Brennende Akkus: Auch fĂŒr die Feuerwehr ein nicht ganz einfacher Fall
Wenn Akkus erst einmal brennen, dann bekommt selbst die Feuerwehr den Brand meist nur mit gewissen Schwierigkeiten in den Griff. Denn die Akkus sind auch bei gelöschten Flammen im Innern noch extrem heiĂ, sodass sich selbst nach Stunden erneut ein Feuer entzĂŒnden kann. Deshalb legen die Feuerwehrleute sowohl den Stromspeicher als auch den Motor eines E-Bikes (oder sogar ein ganzes Auto) nach dem Löschen fĂŒr mehrere Stunden in ein Wasserbad.
Wenn dir zu Hause so etwas passiert, solltest du jedoch lieber nicht mit Wasser löschen. Dies ganz besonders dann nicht, wenn der Akku noch ĂŒber das LadegerĂ€t mit der Steckdose verbunden ist. Aus diesem Grund gilt daheim: Zuallererst die Stromzufuhr unterbrechen, indem du am besten die Sicherung am Sicherungskasten ausschaltest. Wenn der Akku nicht im Fahrrad eingebaut ist, kannst du diesen zum Beispiel mithilfe einer Schaufel ins Freie tragen und ihn auf einem nicht brennbaren Untergrund ablegen.
Alternativ empfiehlt sich immer einen Feuerlöscher zur Hand zu haben und in der NĂ€he deines E-Bikes aufzubewahren. Jedoch solltest du beim Kauf darauf achten, dass es sich um einen speziellen Löscher fĂŒrLithium-Ionen-Akkus handelt. Um BrĂ€nden vorzubeugen ist es zudem wichtig, die Batterien nicht in einer Umgebung aufzuladen, in der brennbare Materialien lagern oder der Untergrund leicht entflammbar ist. Ein Raum mit Steinfliesen und WĂ€nden ohne Tapeten ist hier die bessere Wahl. Dennoch ist es auch bei diesen VorsichtsmaĂnahmen sinnvoll, den Akku nicht lĂ€ngere Zeit unbeaufsichtigt zu lassen. ZusĂ€tzlichen Schutz bietet auch ein Rauch-Warnmelder am Ort des Ladevorgangs. Dennoch sollte man sich jetzt auch nicht allzu groĂe Sorgen machen: Explodierende Akkus und brennende E-Bikes sind immer EinzelfĂ€lle und kommen im VerhĂ€ltnis von eins zu mehreren Millionen vor. Wer dann noch die beschriebenen Sicherheitsvorkehrungen einhĂ€lt, befindet sich meist auf der sicheren Seite.
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