Aldi verändert sein Backwarenangebot und das wird wohl eher teurer für die Kund*innen als günstiger. 

Die höheren Preise haben aber ausnahmsweise nichts mit aktuellen Krisen wie dem Ukraine-Krieg zu tun, der die Preise vieler Waren treibt, sondern mit einer neuen Produktreihe. 

Aldi kooperiert mit "lokalen Traditionsunternehmen"

Bei Aldi Süd gibt es schon eine Weile Backwaren regionaler Bäckereien, nun zieht auch Aldi Nord großflächig nach. Neben Brot und Brötchen gibt es auch Croissants, Teilchen und andere Backwaren beim Discounter zu kaufen. Bei Aldi Nord soll es diese Produkte jetzt auch bald geben und eben nicht aus der Backfabrik, sondern von Bäckereien aus der Region. 

Das berichtet die „Lebensmittelzeitung“. Seit April 2021 sei das Angebot regionaler Backwaren ein Test bei Aldi gewesen, jetzt soll dies in einen festen Regelbetrieb übergehen. Mehrere Bäckereien würden sich um eine feste Kooperation mit Aldi bemühen, so das Unternehmen und mehrere lokale Betriebe seien inzwischen auch unter Vertrag. Wie das Unternehmen mitteilt, seien Kund*innen bei Tests in Leipzig und im Ruhrgebiet sehr angetan gewesen vom erweiterten Angebot.

Für die Preise bedeutet das natürlich, dass die Waren aus den regionalen Bäckereien teurer sind als die abgepackten Brote und Backwaren: So würde etwa ein Weizenmischbrot (750g) bald 4,95 Euro kosten, so die Lebensmittelzeitung. Laut Presseabteilung von Aldi Nord gibt es aber keinen Grund, um die Möglichkeit des günstigen Einkaufs von Brot und Backwaren zu fürchten: Die preiswerteren Produkte seien weiterhin in allen 2.250 Märkten zu haben. Bei den frischen Backwaren lokaler Kooperationspartner handele es sich um ein "Ergänzungssortiment", das die Regale erweitert um "Backwaren, die bei den Kunden unserer Partnerbäcker am beliebtesten sind", so die Presseabteilung,