Auch in Zeiten der Coronavirus-Pandemie gibt es in Deutschland Monat für Monat Neuerungen und gesetzliche Änderungen. inFranken.de hat die wichtigsten Änderungen für Sie im Überblick zusammengefasst.  

  • Mehrwertsteuersenkung ab 1. Juli 2020:
    Die wohl größte Änderung im Juli 2020 ist die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent bzw. sieben auf fünf Prozent. Die Maßnahme wurde im Rahmen des Konjunkturpaketes der Bundesregierung ergriffen und soll für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgen.

    Durch die Corona-Krise hat sich Konsumverhalten der Bevölkerung reduziert. Die geringen Preise sollen Verbraucher zum Kauf animieren und die Nachfrage nach materiellen Gürten wieder steigern. Mehr zum Thema der Mehrwertsteuersenkung erfahren Sie hier.

  • Höhere Renten ab dem 1. Juli 2020:
    Auch für die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland gibt es positive Nachrichten: Ab dem 1. Juli werden die monatlichen Rentenauszahlungen um 3,45 Prozent (Westdeutschland) und 4,20 Prozent (neue Bundesländer) erhöht.

    Die Rentenanpassung entsteht im Zuge der positiven Lohnentwicklung des Landes und soll außerdem die Ost- und West-Bezüge aneinander annähern. Detaillierte Informationen zur Rentenanpassung gibt es hier.

 

  • Ab dem 12. Juli 2020 - Neue P2B-Verordnung für Online-Händler:
    Mitte Juli treten neue Verordnungen für den Online-Handel in Kraft. Sie sollen kleinere Händler stärken. Privatverkäufer, die ihre Waren über Plattformen wie "Ebay", "Amazon" oder "Facebook" anbieten, soll besser vor dem "Kleingedruckten" geschützt werden und einen geringeren Wettbewerbsnachteil gegenüber der Plattform selber haben.

    Die sogenannte "P2B-Verordnung" betrifft Marktplätze, App-Stores, Fanpages auf "Facebook" und Vergleichsportale. Sie gilt ab 12. Juli.

  • Meldepflicht für Corona-Infektion bei Haustieren ab 3. Juli 2020:
    Auch Tiere können sich mit dem Coronavirus anstecken. Deshalb hat die Bundesregierung etwas Neues geplant: Alle mit "Sars-CoV-19" müssen ab dem 3. Juli bei den Behörden gemeldet werden.

    Das Ansteckungsrisiko bei Hunden und Katzen ist allerdings sehr gering. Bisher sind weltweit nur wenige Fälle bekannt, bei denen sich Haustiere mit dem Coronavirus infiziert haben. Weitere Details können Sie hier nachlesen.
  • Lockerungen des Einreisestopps in die EU:
    Schon im Juni 2020 wurden die Grenzen einiger europäischer Staaten wieder geöffnet. Das Reisen innerhalb der Europäischen Union soll wieder möglich gemacht werde. Am 15. Juni wurde in Deutschland die Reisewarnung für alle Länder der EU aufgehoben.

    Ab dem 1. Juli soll nun der Einreisestopp in die EU für Touristen aus anderen Ländern gelockert werden, allerdings schrittweise. Wer einreisen darf, ist abhängig von der Coronavirus-Lage im Drittstaat.

    "Die Reisebeschränkungen sollten zunächst mit Ländern aufgehoben werden, deren epidemiologische Situation dem EU-Durchschnitt entspricht und in denen ausreichende Kapazitäten für den Umgang mit dem Virus vorhanden sind", erklärte die EU-Kommission im Juni. Hier haben finden Sie einen Überblick über alle europäischen Länder ohne Einreisewarnung.

  • Änderungen bei der Kfz-Haftpflichtversicherung: Seit 55 Jahren gibt es nun die Grüne Versicherungskarte, die in vielen Ländern als Nachweis einer Kfz-Haftpflicht nach den jeweiligen Bedingungen des Gastlandes gilt. Das bislang grüne Papier wechselt ab dem 1. Juli die Farbe.

    In Zukunft wird der Nachweis in schlichtem Weiß gehalten sein. Das verkündete der "Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)". Der Vorteil sei, dass die Karte künftig als PDF verschickt und ausgedruckt werden kann. Wichtig: Nur ausgedruckt auf Papier ist sie gültig, das bloße Vorzeigen der PDF gilt nicht.

aa/tu