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Flugangst überwinden: Mit diesen Tipps klappt es garantiert

Flugangst kann vielen Menschen den Urlaub verderben. In der Regel haben Frauen mehr Angst vor dem Fliegen als Männer. Woher die Angst vor dem Fliegen kommt und wie du sie loswirst, erklären wir dir hier.
 
Viele Menschen leiden an Flugangst - hier findest du Tipps wie du sie überwinden kannst.
Woher kommt die Angst vor dem Fliegen und was kann man dagegen machen? Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos
  • Aviaphobie: Was ist Flugangst?
  • Ursachen von Flugangst
  • Körperliche Symptome
  • Tipps gegen Flugangst

Aviaphobie, besser bekannt als Flugangst, ist die spezifische Angst vor dem Fliegen. Rund 15 Prozent aller Deutschen leiden laut einer Umfrage vom Institut für Demoskopie Allensbach darunter. Weitere 20 Prozent aller Passagiere fühlen sich während der Flugzeit nicht besonders wohl im Flugzeug. Dennoch: Das Flugzeug ist statistisch gesehen das sicherste Verkehrsmittel. Wie begründet ist Flugangst also letztendlich? Und wie lässt sie sich heilen?

Angstreflex Aviaphobie: Was genau ist Flugangst?

In Fachkreisen wird die Aviaphobie als spezifische oder isolierte Phobie bewertet, die sich nicht, wie andere Phobien, aus verschiedenen Ängsten zusammensetzt. Dennoch wirkt sich die Aviaphobie massiv auf unser Leben aus. 

Jede Phobie schützt den Körper durch bestimmte Reflexe, um das eigene Überleben zu sichern. Ein typischer Angstreflex ist beispielsweise der Fluchtreflex. Das direkte oder indirekte Wissen, dass sich eine Flucht aus einem fliegenden Flugzeug schwierig gestaltet, kann bereits mulmige Gefühle auslösen, was die Furcht vieler Menschen vor dem Fliegen verstärken dürfte. 

Lesenswert: Die fünf häufigsten Szenarien, weshalb es zu Flugzeugabstürzen kommt, stellen wir dir in unserem Artikel vor.

Flugangst: Diese möglichen Ursachen gibt es

Sich von der Flugangst treiben zu lassen bedeutet, auf viele traumhafte Reisen und Urlaubserinnerungen zu verzichten. Denn die Angst vorm Fliegen muss nicht sein. "Jedes wichtige System ist in einem Flugzeug mindestens zweimal vorhanden", so ein Zitat einer Stewardess. Leidet man aber dennoch unter Flugangst, werden vor dem Betreten des Flugzeuges höchstwahrscheinlich folgende körperliche Reaktionen auftreten: erhöhter Puls, schwitzige Hände, Nervosität, Herzrasen, flache Atmung, Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder Magen-Darmprobleme.

Wahrscheinlich kommt bei vielen Passagieren mit Flugangst vor dem Einsteigen in das Flugzeug ein Gefühl des "Ausgeliefert-Seins" hinzu. An dieser Stelle muss man sich überwinden, die Kontrolle an den Piloten abzugeben und sein Vertrauen in die moderne Technik zu legen. Das ist gerade für Kontroll-Freaks, die ihren Alltag streng im Griff haben, mit einer großen Überwindung verbunden. Gerade dann, wenn irgendwo auf der Welt ein Flugzeugabsturz gemeldet wird, wird uns die Angst vorm Fliegen wieder ins Gedächtnis gerufen.

Aber nicht unbedingt die Angst vor einem Absturz muss der Auslöser von Flugangst sein. Auch Platzangst, die in beengten Flugzeugen ausgelöst werden kann, ist eine potenzielle Ursache für die Angst vorm Fliegen. Des Weiteren können schlechte Erfahrungen bei bereits vorhergegangenen Flügen ein weiterer Grund sein, warum man nicht gerne wieder in ein Flugzeug steigt. Hat man bereits einmal starke Turbulenzen während eines Fluges erlebt, die mit Angst und Übelkeit verbunden waren, kann das einen nachhaltig prägen. Auch schwierige, ruckelige Landungen und holprige Starts während vergangener Flugreisen können verantwortlich für Flugangst sein. Manche Fluggäste leiden unter anderem an starken Ohrenschmerzen während des Fluges, was auch zu einer gewissen Abneigung gegen das Fliegen führen kann.

Flugangst: Was kannst du dagegen tun?

Flugangst erfolgreich zu therapieren, gelingt am besten über die Konfrontation mit der Angst. Die Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Würzburger Universität bietet beispielsweise sehr fortschrittliche Behandlungsmethoden über Virtual Reality-Maßnahmen an. Hier kann der betroffene Passagier angstauslösende Situationen während des Fluges visuell und akustisch erleben und sich mit seiner Angst auseinandersetzen, ohne sich dabei in die vermeintliche Gefahr zu begeben.

Flugangst ist in der Regel eine erlernte Angst, die Betroffene eventuell schon als Kind unbewusst von ihrem Umfeld übernommen haben. Genau so, wie die Angst irgendwann aus verschiedenen Gründen erlernt wurde, kann man sie sich auch wieder abgewöhnen. Hier können spezielle Entspannungstechniken und Atemübungen helfen, die die Techniker-Krankenkasse vorschlägt. Aber das gelingt nicht immer: Manche Menschen neigen aufgrund ihrer Genetik zu einer erhöhten Ängstlichkeit. Das liegt an einem Ungleichgewicht von im Gehirn ausgeschütteten Botenstoffen, die übertriebene Angstreaktionen verursachen können. Daraus kann unter Umständen, verbunden mit anderen Einflüssen, schnell eine richtige Phobie entstehen.

Von einer Phobie spricht man, wenn der betroffene Flugreisende übertriebene körperliche und psychische Angstreaktionen zeigt. In der Regel geht ein Phobiker dem möglichen Panikauslöser aus dem Weg. Hier sollte zur optimalen Therapie auf jeden Fall ein Facharzt zurate gezogen werden. Des Weiteren können bestimmte Medikamente helfen, um die Panik vor dem Fliegen zu lindern. Zu diesen Schlaf- und Beruhigungsmittel sollte jedoch nur in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin gegriffen werden. Empfehlung: "Flugangst-Tipps einer Stewardess" findest du bei Amazon.*

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