Deutschland
Tierleid im Urlaub

Tierleid fürs Urlaubsvergnügen: Elefantenreiten, Pferdekutsche & Co. - so schlimm ist es wirklich

Es ist ein Geschäftsmodell in beliebten Reiseländern: bezahlte Ritte, Fahrten oder anderweitige Interaktion mit Tieren in der Urlaubsregion. Kaum ein Tourist, der so etwas bucht, macht sich jedoch Gedanken um die Tiere.
 
Die meisten Touristen haben keine Ahnung, was hinter dem Urlaubsvergnügen durch Interaktionen mit Tieren steckt.
Die meisten Touristen haben keine Ahnung, was hinter dem Urlaubsvergnügen durch Interaktionen mit Tieren steckt. Foto: Simon/Pixabay
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  • Tierisches Urlaubsvergnügen bedeutet oft Tierleid im höchsten Maß
  • Tieleid im Urlaubsland: Geschäftsmodell Ausbeutung des Tieres
  • So werden die Tiere dressiert: Brutale Methoden, um die Tiere gefügig zu machen
  • Die Tiere leiden wirklich: Hunger, Durst, Schmerzen

Ist man im Urlaub, will man sich etwas Schönes und Unvergessliches gönnen. Meist wird durch die einheimischen Geschäftsbetreiber ein tolles Erlebnis beworben, beispielsweise ein bezahlter Ritt auf einem Tier. Dieses Angebot wird von unbedarften Touristen gerne angenommen. Meist sind die Tiere für den Zweck der Unterhaltung noch hübsch hergerichtet, etwa mit bunten Halftern, Deckchen und Glöckchen. Die Tierschutzorganisation Peta weist jedoch darauf hin, dass dies für zahlungsbereite Urlauber lediglich ein zusätzlicher Anreiz sein soll, das Event mit dem Tier zu buchen. In orientalischen und afrikanischen Ländern gehören am häufigsten Kamele, Esel, Ponys, Pferde, Affen, Löwenbabys oder Schlangen zu den gequälten Tieren. In Asien sind es meistens Elefanten und Affen, die besonders leiden. Was genau mit den Tieren passiert, haben wir für dich herausgefunden.

Ausbeutung von Tieren in Urlaubsregionen: ein lukratives Geschäftsmodell

Egal, wo einem die Urlaubsreise hin verschlägt, das Geschäft mit den Tieren ist in unterschiedlicher Weise nahezu in allen Urlaubsländern zu finden. Oft wird man proaktiv von einheimischen Geschäftsleuten auf das buchbare Erlebnis aufmerksam gemacht. Da dieses Geschäft geradezu boomt und stark in Anspruch genommen wird, möchten wir auf das große Leid dieser Tiere hinweisen.

Wenn man sich als Urlauber für ein Tiererlebnis interessiert, sollte man nicht allzu spontan handeln und "Ja" sagen, sondern sich erst kurz die Zeit nehmen und sich über die Umstände der tierischen Angebote informieren, beispielsweise im Internet. Findet man negative Aussagen zu den Machenschaften der Anbieter, sollte man besser die Finger von der Buchung mit dem Tier lassen.

Elefanten, die zum Elefantenreiten gebucht werden können, werden als Kälber von ihren Müttern weggerissen. Sie kommen in einen speziellen Pferch, wo sie tagelang rund um die Uhr misshandel und mit Feuer traktiert werden. Sie leiden Todesangst. Ziel ist es, das Tier innerlich zu brechen. So kann es den Rest des Lebens stupide von Touristen geritten werden. Gelenkt werden die Elefanten mit einem spitzen Elefantenhaken, der hinter den Ohren angesetzt wird.

Tierleid fürs Urlaubsvergnügen: Zahlreiche Attraktionen - was dahinter steckt

Für Fotoshootings mit exotischen Tieren werden die Tiere oft mit Medikamenten ruhig gestellt. Für den risikofreien Umgang mit den Touristen werden den Tieren oft Krallen und Zähne entfernt. Schlafentzug, Nahrungsmangel und Dauerstress führen nicht selten zu einem zeitigen Tod des vorgeführten Tieres.

Bei Ritten auf Eseln, Ponys, Pferden oder Kamelen leiden die Tiere oft Höllenqualen. Die Tiere müssen viele Stunden pausenlos, teils bei sengender Hitze, Durst und Nahrungsmangel Urlauber als Reiter oder Fahrgäste in Kutschen erdulden. Nicht selten haben die Tiere schmerzhafte Verletzungen, die von den Geschäftstreibenden ignoriert werden. Stockschläge und Peitschenhiebe motivieren die Tiere, weiterzulaufen. Auch Fahrten mit Pferdekutschen sollte man sich lieber zweimal überlegen: Der Straßenverkehr bedeutet für die Tiere zusätzlichen Stress und löst Angst aus.

Tiershows, in denen Wildtiere in bunten Klamotten und lustiger Musik Kunststücke zeigen, sollten auf gar keinen Fall besucht werden. Die Tiere werden durch schwerste Misshandlungen zu diesen Verhaltensweisen gezwungen. Wer etwa glaubt, ein Kamel empfindet Vergnügen, wenn es nachts zu ohrenbetäubender Discomusik und blinkenden, bunten Strahlern um den Pool getrieben wird, der irrt sich gewaltig. Auch auf "tierische" Souvenirs sollte verzichtet werden. Für die Herstellung dieses Marktzweiges werden Tiere getötet. Meistens ist sowieso ein Bußgeld fällig, wenn man Tierteile als Souvenirs in Deutschland einführt.

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