Wenn Hunde manche Menschen anbellen, andere dagegen nicht, ist das in der Regel kein Zufall. Das unterschiedliche Verhalten ist meist erklärbar.
Dein Hund bellt manchmal Leute an und manchnal nicht? Das liegt nicht daran, dass Hunde sich willkürlich Menschen zum Anbellen aussuchen. Oft hat das Bellen einen bestimmten Grund, der auch durchaus nachvollziehbar ist. Übrigens steigt die Hundesteuer 2026 in vielen Städten, Kreisen und Gemeinden - so können sich Hundehalter Geld über die Steuererklärung zurückholen.
Viele Hundehalter kennen die Situation: Eine Person geht vorbei und wird sofort angebellt. Eine andere Person geht vorbei und das Tier bleibt komplett ruhig. Woran liegt das? Für viele ist das ein Mysterium. Das unterschiedliche Verhalten des Hundes ist keinesfalls willkürlich und lässt sich meist gut erklären.
Hunde reagieren stark auf Signale des Menschen
Hunde reagieren stark auf nonverbale Signale eines Menschen. Besonders nervöse, hektische Menschen können Stress bei den Tieren auslösen. Auch direkter Augenkontakt, ein schnelles Nähern oder plötzliche Bewegungen können von den Vierbeinern als bedrohlich wahrgenommen werden. Empfindet ein Mensch in der Nähe eines Hundes zudem Stress und Angst kann dieser ebenfalls mit Bellen reagieren. Denn: Die Tiere nehmen diese Emotionen beim Menschen besonders wahr.
Wer Angst vor Hunden hat, sollte diese so gut es geht ignorieren. Kommt ein Hund jedoch direkt auf den Menschen zu, sollte man ihn schnuppern lassen, aber den Hund nicht berühren. So kann das Tier feststellen, dass trotz des unbekannten Geruchs keine Gefahr besteht.
An der grundsätzlichen Annahme, dass ein Hund bei bestimmten Menschen anders reagiert, ist durchaus etwas dran. Denn hat ein Hund bereits schlechte Erfahrung mit bestimmten Menschen gemacht, verbindet er diese mit einem negativen Erlebnis. Zudem kann er Ähnlichkeiten mit anderen Menschen herstellen, selbst wenn sie ihm noch nie begegnet sind. Deshalb kann es vorkommen, dass der Hund dann plötzlich ähnliche Personen anbellt. Unbekannte Menschen können zudem vermehrt angebellt werden, wenn der Hund als Welpe unzureichend sozialisiert wurde. In dem Fall kann es sein, dass der Vierbeiner ängstlich reagiert, wenn er den Menschen nicht kennt.
Hundebesitzer können auch Schuld sein
Viele Hundehalter bringen ihren Hunden zudem ungewollt bei, dass Gebell Aufmerksamkeit erregt. Reagiert ein Hundebesitzer beispielsweise mit Zuwendung, wenn der Hund an der Haustür bellt, lernt das Tier, dass dieses Verhalten für es "richtig" ist. Anstatt mit solchem Verhalten das Bellen noch zu verstärken sollten Hundehalter lieber ruhiges Verhalten belohnen.
Ständiges Bellen abzutrainieren, funktioniert am besten mit Belohnung. Wenn dem Hund beispielsweise ein Leckerli dafür gegeben wird, dass er bei fremden Menschen ruhig bleibt, lernt er, dass dieses Verhalten belohnt wird. Grundsätzlich wird empfohlen, den Hund bereits im Welpenalter zu sozialisieren, damit er von klein auf an Menschen gewöhnt ist. So neigt der Vierbeiner in der Regel weniger dazu, fremde Menschen anzubellen.