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Corona

Warn-App - so klappt es künftig

Laut Medienberichten hat die Möglichkeit, sich warnen zu lassen, auf manchen Smartphones mit dem Betriebssystem Android zuletzt nicht richtig funktioniert. Doch das kleine Problem ist einfach zu lösen.
 

16,2 Millionen Mal wurde die Corona-Warn-App bisher heruntergeladen. Die Macher, allen voran das Robert-Koch-Institut (RKI), könnten zufrieden sein, wäre da nicht ein Bericht der "Bild". Demnach hat die App auf Millionen Smartphones zuletzt nicht richtig funktioniert. Genau genommen sollen es Geräte mit dem Betriebssystem Android gewesen sein, vornehmlich die Marken Huawei und Samsung. Bei IOS-Nutzern hätten sich keine Fehler gezeigt.

Doch das Problem ist eigentlich gar kein programmiertechnisches und insofern inzwischen leicht zu lösen. "Der Schlüsselaustausch bei Begegnungen mit anderen Personen, welche die App nutzen, hat immer funktioniert", stellt Jürgen Müller, Technik- und Innovationschef von SAP, auf der Plattform LinkedIn klar. Auch der Abgleich mit den Schlüsseln infizierter Personen beim Öffnen der App habe stets funktioniert. "Lediglich der automatische Abgleich dieser Schlüssel im Hintergrund wurde bei einem Teil der Android-Smartphones zeitweise unterbunden."

Version 1.1.1 herunterladen

Das heißt, einige Hersteller wie Huawei und Samsung haben aus Stromspargründen eine Hintergrundaktualisierung bisher nicht zugelassen, außer der Nutzer hat dies ausdrücklich so eingestellt. Das galt nicht nur für die Corona-Warn-App, sondern auch für andere Anwendungen. Alles mit dem Ziel, den Stromverbrauch zu drosseln. Wer demnach seine Warn-App öffnete, bekam die Schlüssel positiv getesteter Personen ohne Probleme.

Um sicherzugehen, dass ihre Warn-App richtig und aktuell funktioniert, sollten Nutzer von Smartphones mit Android-Betriebssystem folgendermaßen vorgehen:

Als Erstes sollte die aktuelle Version der Corona-Warn-App heruntergeladen werden. Sie trägt die Ziffernfolge 1.1.1 und stammt vom 20. Juli. Diese neue Version schafft eine Verknüpfung in die Geräteeinstellungen, so dass nicht lange gesucht werden muss.

Wer dann die App öffnet, tippt auf der Erstansicht einfach oben rechts auf die drei senkrecht untereinander angeordneten Punkte und wählt "Einstellungen". Es öffnet sich die nächste Ansicht mit den Einstellungen. Hier findet der Nutzer an dritter Stelle, also unten, dann "Priorisierte Hintergrundaktivität". Steht hier "An", ist nichts weiter zu unternehmen. Ist die Funktion deaktiviert, also "Aus", tippt man darauf und es öffnet sich ein neues Fenster. Hier den Schieber auf die "An"-Position ziehen. Fertig.

Sollte das System später fragen, ob "die App immer im Hintergrund ausgeführt werden" soll, muss dies noch einmal mit "Zulassen" bestätigt werden.