WhatsApp-Trick: So versteht dich bei Anrufen jeder – selbst bei Lärm

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WhatsApp testet neue Anruf-Funktion - das soll sie können
Auf einem Display ist das Icon von WhatsApp zu sehen. Der Messenger-Dienst testet ein Feature zur Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen bei Anrufen ...
WhatsApp testet neue Anruf-Funktion - das soll sie können
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WhatsApp testet eine neue Technik, die Telefonate revolutionieren soll. Neu ist die Idee nicht, aber es gibt einen Haken.

Wer kennt es nicht: Man telefoniert über WhatsApp, steht dabei an einer viel befahrenen Straße oder sitzt in einem lauten Café - und der Gesprächspartner versteht kaum ein Wort. Genau das soll bald der Vergangenheit angehören. WhatsApp arbeitet an einer neuen Funktion, die Hintergrundgeräusche automatisch herausfiltert und so die Qualität von Sprach- und Videoanrufen deutlich verbessern soll.

Konkret handelt es sich um eine KI-gestützte Geräuschunterdrückung, die Umgebungslärm wie Straßenverkehr, Wind oder Stimmengewirr in Echtzeit wegfiltert - ohne die eigene Stimme zu verfälschen. Laut dem auf WhatsApp-Entwicklungen spezialisierten Branchendienst WABetaInfo steht die Funktion bislang nur einer kleinen Gruppe von Testnutzern auf Android zur Verfügung. In den kommenden Wochen sollen schrittweise mehr Nutzer Zugang erhalten. Wann das Feature für alle ausgerollt wird, war zunächst unklar.

WhatsApp: Neue Funktion wird alle betreffen - was sie besonders macht

Die Geräuschunterdrückung erkennt laut WABetaInfo in Echtzeit, welche Töne zur Stimme des Sprechers gehören und welche unerwünschte Nebengeräusche sind. Der Gesprächspartner höre eine deutlich sauberere Stimme, selbst wenn man gerade mitten im Straßenverkehr stehe, so das Ergebnis von WABetaInfo.

Wer prüfen möchte, ob die Funktion bereits verfügbar ist, öffnet während eines laufenden Anrufs das Menü mit den Anrufoptionen. Dort sollte dann der Schalter für die Lärmunterdrückung zu finden sein, der sich jederzeit manuell deaktivieren lässt, falls man mit dem Klang nicht zufrieden ist. Das gilt auch für eine weitere kürzlich angekündigte Änderung bei WhatsApp, die ebenfalls direkt die Privatsphäre und das Nutzererlebnis betrifft.

Die Funktion filtert jedoch immer nur die Geräusche in der eigenen Umgebung heraus - verbessert also nicht, was man selbst vom Gesprächspartner hört, sondern was der andere von einem selbst hört. Damit beide Seiten von der besseren Audioqualität profitieren, müssen laut WABetaInfo idealerweise beide Gesprächsteilnehmer die Funktion aktiviert haben.

WhatsApp holt auf - andere hatten die Funktion schon länger

Mit der neuen Funktion ist WhatsApp keineswegs Vorreiter. Wie BR24 berichtet, verfügten hochwertige Android-Smartphones und iPhones seit Längerem über eingebaute Geräuschunterdrückung - etwa unter der Bezeichnung "Stimmfokus". Allerdings träfen in den seltensten Fällen zwei Menschen mit solchen Top-Geräten aufeinander, weshalb die hardwareseitige Lösung im Alltag oft nicht greife, so BR24.

Auch andere Messaging-Dienste haben ähnliche Funktionen bereits integriert. Microsoft Teams etwa biete Geräuschunterdrückung schon länger an, berichtet BR24. Und selbst innerhalb des Meta-Konzerns, zu dem WhatsApp gehört, hinke der Messenger hinterher: Der Facebook Messenger habe bereits 2024 mit dem Feature "Noise Suppression" geworben.

Dahinter steckt moderne KI-Technologie: Während sich früher nur bestimmte Frequenzen unterdrücken ließen, erlaubt künstliche Intelligenz heute weitaus präziseres Eingreifen. Gunar Lorenz, zuständig für die Audio-Sparte des bayerischen Chipherstellers Infineon, erklärte gegenüber BR24: "Da gibt es eine Menge Möglichkeiten, heute mit KI einen schlechten Ton durchaus wieder akustisch hörbar zu machen."

So funktioniert es

Die technische Grundlage liefern dabei die Mikrofone im Smartphone: Moderne Geräte verfügen laut Lorenz über drei Mikrofone, durch deren räumlichen Abstand zueinander Software berechnen kann, was Stimme und was Lärm ist. Wer sein Handy ohnehin gerade genauer unter die Lupe nimmt, sollte auch wissen, dass auf der Rückseite vieler Smartphones ein unsichtbarer Knopf steckt, dessen Funktion die meisten Nutzer nicht kennen. Apropos Smartphone: Wer sein Gerät im Alltag im Blick behält, sollte außerdem wissen, was es bedeutet, wenn auf dem Display plötzlich ein grüner Punkt erscheint.

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