Sind Akkus wirklich besser als Batterien?
Akkus lassen sich viele Male wieder aufladen, wodurch sich der Ressourcenverbrauch pro Nutzung deutlich reduziert. Bei Geräten mit regelmäßigem oder hohem Energiebedarf – etwa Smartphones, Werkzeugen oder Spielzeug – sind wiederaufladbare Akkus in der Regel kostengünstiger und ökologisch vorteilhafter als Einweg-Batterien.
Für Akkus werden zwar ebenfalls kritische Rohstoffe wie Kobalt und Lithium eingesetzt, doch durch die vielfache Nutzung verteilt sich dieser Aufwand auf viele Ladezyklen. Je nach Typ und Handhabung können Akkus etwa 200 bis 1000-mal aufgeladen und damit eine entsprechend hohe Anzahl an Einwegbatterien ausgetauscht werden.
Wichtig für die Nachhaltigkeit: Neben Überladung solltest du auch Tiefentladung vermeiden. Akkus in selten genutzten Geräten sollten regelmäßig nachgeladen werden – idealerweise nicht bis 100 Prozent, sondern nur bis etwa 60 Prozent ihrer Kapazität. In diesem Ladebereich ist der Verschleiß am geringsten. Ebenfalls zu beachten: Akkus nicht dauerhaft großer Hitze oder Kälte aussetzen und sie am Ende ihres Lebens über Sammelstellen recyceln lassen.
Welche Stromversorgung ist langfristig am effizientesten?
Die jeweilige Energieeffizienz für Kabel, Akku und Batterie ist eindeutig: Langfristig sind kabelgebundene Lösungen energetisch meist am effizientesten, weil keine zusätzlichen Speicherverluste entstehen und der Strompreis pro Kilowattstunde aus dem Netz am günstigsten ist.
Bei stationären Geräten wie Fernsehern, Desktop-PCs, Küchengeräten oder stationären Lampen ist der Netzbetrieb daher klar zu empfehlen.
Für häufig genutzte mobile Geräte mit mittlerem bis hohem Verbrauch sind Akkus die effizientere Wahl gegenüber Batterien. Einweg-Batterien eignen sich im Gegensatz dazu primär für selten genutzte Kleinverbraucher oder als Notfallreserve, bei denen sich die Anschaffung eines Ladegeräts und von Akkus nicht lohnt.
Was ist die beste Wahl für die Umwelt?
Aus der Umweltbilanz der drei Stromquellen ergibt sich eine klare Rangfolge: Netzbetrieb, danach Akkus und erst dahinter Einweg-Batterien. Netzbetrieb spart Rohstoffe, reduziert Sondermüll und schneidet im Verhältnis aus eingesetzter nutzbarer Energie am besten ab, solange das Gerät über viele Jahre genutzt wird.
Für die Nachhaltigkeit von Akkus und Batterien kannst du einiges tun. Bei Akkus verbessert sich die Umweltbilanz deutlich, wenn sie viele Ladezyklen durchlaufen und anschließend recycelt werden, sodass wertvolle Metalle zurückgewonnen werden können.
Einweg-Batterien sollten möglichst sparsam eingesetzt, konsequent gesammelt, niemals im Hausmüll entsorgt und durch langlebige Alternativen ersetzt werden. Lässt sich der Einsatz von Batterien nicht vermeiden, ist es empfehlenswert, hochwertige Produkte mit langer Lebensdauer zu kaufen.
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