Zahnersatz: GKV-Festzuschuss sinkt 2027 – Zahnarztbesuch 2026 lohnt
Autor: Christoph Eberle
München, Samstag, 03. Oktober 2026
Ab Januar 2027 erhöhen sich die Eigenanteile für Zahnersatz, da die Festzuschüsse der Krankenkassen spürbar reduziert werden. Wer noch von den alten Regelungen profitieren will, muss rechtzeitig aktiv werden.
Wer eine Krone, Brücke oder Prothese benötigt, muss in der GKV ab 2027 einen größeren Teil der Kosten selbst übernehmen. Doch es gibt einen legalen Trick, um sich die alte Erstattung noch zu sichern – sogar wenn die Behandlung 2026 nicht mehr stattfinden kann.
Aber dafür braucht es dringend heuer noch einen Zahnarzttermin zur Kontrolle und Beratung - am besten möglichst frühzeitig vor dem Jahreswechsel. Zahnärzte raten zudem dringend zum Abschluss einer Zahnzusatzversicherung. Warum diese immer wichtiger wird, erklärte ein Sprecher der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns jüngst der Mediengruppe Bayern.
So sinken die Festzuschüsse beim Zahnarzt
Nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) werden die Festzuschüsse zur sogenannten Regelversorgung ab 2027 um zehn Prozentpunkte reduziert.
- Ohne Bonusheft: Der Zuschuss sinkt von 60 auf 50 Prozent.
- Mit fünf Jahren regelmäßig geführtem Bonusheft: Der Zuschuss sinkt von 70 auf 60 Prozent.
- Mit zehn Jahren regelmäßig geführtem Bonusheft: Der Zuschuss sinkt von 75 auf 65 Prozent.
Die Prozentangaben beziehen sich dabei auf die Regelversorgung. Entscheiden sich Patienten für höherwertigen Zahnersatz, können die tatsächlichen Eigenanteile noch höher ausfallen.
Leistungen der Regelversorgung bleiben gleich, kosten aber mehr Eigenanteil
"Der Umfang und Inhalt der Regelversorgung bleiben auch zum 1. Januar 2027 unverändert. Geändert wird ausschließlich die Höhe des Zuschusses der Krankenkassen", sagt Dr. Rüdiger
Schott, Vorsitzender des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns auf Nachfrage der Mediengruppe Bayern.
Je aufwendiger die Versorgung, desto stärker macht sich die Absenkung des Festzuschusses bemerkbar. So hoch sind die Zuzahlungen für Kronen, Brücken und Implantate aktuell schon.