Rente mit 63: Mehrheit lehnt Abschaffung klar ab
Autor: Christoph Eberle
Deutschland, Mittwoch, 28. Oktober 2026
Die Bundesregierung plant, die abschlagsfreie Rente mit 63 zu beenden. Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist laut einer ZDF-Umfrage dagegen.
Die Zukunft der Rente mit 63 gehört zu den zentralen Streitthemen der aktuellen Rentendebatte. Im Rahmen ihrer geplanten Rentenreform will die Bundesregierung die sogenannte Rente mit 63 abschaffen. Sie ist die gängige Bezeichnung für die Altersrente für besonders langjährige Versicherte. Bislang dürfen Beschäftigte, die mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, ohne Abzüge früher in den Ruhestand gehen.
Umfrage: Nur 21 Prozent befürworten die Abschaffung der Rente mit 63
"In der Bevölkerung wird dieses Vorhaben sehr kritisch bewertet", heißt es in einer Pressemitteilung zum aktuellen ZDF-Politbarometer Oktober II 2026: Knapp drei Viertel (74 Prozent) der Befragten sowie Mehrheiten in allen Parteianhängerschaften und Altersgruppen sprechen sich demnach gegen die Abschaffung der "Rente mit 63" aus. Lediglich 21 Prozent befürworten diesen Plan der Bundesregierung.
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Grundsätzlich sieht eine große Mehrheit der Befragten beim Thema Rente aber Handlungsbedarf: 83 Prozent halten eine grundlegende Reform zur Stabilisierung der Rente, die auch zu Einschnitten und finanziellen Belastungen führt, für wichtig oder sehr wichtig. Für 12 Prozent ist solch eine Rentenreform hingegen nicht so oder gar nicht wichtig.
Rente mit 63: Warum der Begriff nicht mehr zutrifft und die Debatte umstritten bleibt
Die sogenannte Rente mit 63 gibt es in der ursprünglichen Form nicht mehr. Derzeit liegt das Eintrittsalter für eine abschlagsfreie Frührente bei 64 Jahren und sechs Monaten. Dennoch bleibt der Streit um die Möglichkeit bestehen, nach langer Erwerbstätigkeit ohne Rentenabschläge früher in den Ruhestand zu gehen.
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Argumente für und gegen die Abschaffung der Rente mit 63
Für eine Abschaffung spricht vor allem Folgendes: