Spritpreis-Bremse "reicht nicht aus": Pendlerpauschale soll deutlich steigen

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Bayerns SPD-Chef Sebastian Roloff fordert eine Erhöhung der Pendlerpauschale auf 45 Cent. Damit will er die Menschen angesichts steigender Spritpreise entlasten und eine bezahlbare Mobilität in Bayern sichern.

Bayerns SPD-Vorsitzender Sebastian Roloff plädiert für eine Anhebung der Pendlerpauschale auf 45 Cent. "Wer jeden Tag zur Arbeit fährt, braucht jetzt eine Entlastung, mit der er kalkulieren kann", erklärte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur in München. In Anbetracht der deutlichen Preissteigerungen beim Kraftstoff stellt er sich eine Erhöhung der Pendlerpauschale um rund 20 Prozent vor.

Zudem solle der Preis des Deutschland-Tickets bis 2027 bei 63 Euro gehalten werden, um Pendlerinnen und Pendler nicht zusätzlich zu belasten. Wie SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil möchte auch Roloff die Kosten durch die Abschöpfung von Übergewinnen bei Mineralölkonzernen decken.

Maßnahmen "reichen nicht aus": Roloff fordert Pendlerpauschale von 45 Cent

"Die bisherigen Schritte der Bundesregierung gehen in die richtige Richtung – reichen für Bayern aber nicht aus", betonte Roloff, der das Maßnahmenpaket zur Senkung der Kraftstoffpreise mitverhandelt hatte.

In einem Flächenland wie Bayern sind Millionen Menschen auf ihr Auto angewiesen, so Roloff weiter. "Die Zahl der Pendlerinnen und Pendler steigt seit Jahren." Es bedarf einer gezielten Unterstützung, insbesondere für Beschäftigte im ländlichen Raum.

"Wenn die Tankrechnungen sich tief ins Monatsbudget fressen, erwarten die Menschen zurecht, dass die Politik handelt. Wir müssen dafür sorgen, dass Mobilität bezahlbar bleibt – überall in Bayern."

Klingbeil und Roloff sprechen sich für Übergewinnsteuer aus

Klingbeil hatte sich - wie auch CSU-Vorsitzender Markus Söder - bereits vor einigen Tagen für eine Erhöhung der Pendlerpauschale ausgesprochen - beide hatten dabei aber keine Zahlen genannt. "Wenn wir die Krisenprofite der Konzerne höher besteuern, dann können wir damit eine Erhöhung der Pendlerpauschale finanzieren", sagte er.

Ihm gehe es darum, maßlose Krisenprofite abzuschöpfen und den Bürgerinnen und Bürgern zurückzugeben.

Söder will "substanzielle Erhöhung" rückwirkend ab 1. Januar Söder hatte sich für eine "substanzielle Erhöhung" rückwirkend ab Jahresbeginn ausgesprochen. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt die Pendlerpauschale ab dem 1. Kilometer 38 Cent. Davon profitiert, wer zur Arbeit pendeln muss - und zwar egal, ob mit dem Auto, der Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß.

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