4,8 Millionen Menschen könnten von der jüngsten Anhebung profitieren, schätzt das Statistische Bundesamt. Der Termin für die nächste Erhöhung steht bereits.
Zum 1. Januar 2026 wurde der Mindestlohn von 12,82 Euro auf 13,90 Euro brutto pro Stunde angehoben. Eine Maßnahme von der in Deutschland vermutlich mehrere Millionen Arbeitnehmer profitieren, wie nun aus einer Schätzung des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Bis zu 4,8 Millionen Menschen könnten in Deutschland demnach betroffen sein. Und der Termin für die nächste Erhöhung steht bereits: Anfang 2027 wird der Mindestlohn weiter auf 14,60 Euro ansteigen.
Andrea Kocsis vom Verdi-Vorstand, zugleich Mitglied der Mindestlohnkommission, rechnete bereits vor: Bei einer 40-Stunden-Woche erhalten Vollzeitbeschäftigte mit Mindestlohn ab 2026 somit etwa 190 Euro brutto mehr pro Monat und ab 2027 circa 310 Euro brutto mehr pro Monat. Insgesamt würde ihr Verdienst jährlich ab 2027 damit um 3.700 brutto Euro steigen.
Mindestlohn: 4,8 Millionen Menschen profitieren schätzungsweise von Erhöhung
Laut dem Statistischen Bundesamt lag im April 2025 beinahe jedes achte Beschäftigungsverhältnis (ungefähr 12 Prozent) unterhalb des seit 1. Januar 2026 geltenden Mindestlohns von 13,90 Euro brutto pro Stunde. Werden diese Arbeitsplätze mit dem neuen Mindestlohn entlohnt, ergibt sich für die betroffenen Arbeitnehmer eine geschätzte Erhöhung der Verdienstsumme um bis zu sechs Prozent beziehungsweise insgesamt 275 Millionen Euro, wie die Wiesbadener Statistiker berechnet haben. Dabei wurde angenommen, dass alle betroffenen Arbeitnehmer mindestens den zuvor gültigen Mindestlohn von 12,82 Euro erhielten. Lohnsteigerungen nach April 2025 blieben unberücksichtigt.
Die durch eine Verordnung des Arbeitsministeriums geregelte Erhöhung beruht auf einer Empfehlung der Mindestlohnkommission vom Juni. Von der erneuten Erhöhung Anfang 2027 werden nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes maximal sieben Millionen Arbeitsplätze betroffen sein, für die sich dann eine weitere Erhöhung der Verdienstsumme um rund vier Prozent oder rund 315 Millionen Euro ergäbe.
Frauen profitieren nach Angaben des Bundesamtes häufiger als Männer von der Mindestlohnerhöhung, weil sie öfter in gering bezahlten Jobs arbeiten. Bei den Branchen ist besonders stark das Gastgewerbe betroffen, wo geschätzt fast die Hälfte (47 Prozent) aller Arbeitsplätze von der Mindestlohnerhöhung profitieren. Auch in Land- und Forstwirtschaft (37 Prozent) profitieren viele Arbeitnehmer.
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