Kassenzuschuss für Zahnersatz sinkt: Lieber 2026 nochmal zum Zahnarzt?
Autor: Christoph Eberle
München, Sonntag, 27. Sept. 2026
Ab 1. Januar 2027 sinken die Festzuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen für Zahnersatz. Warum sich ein Zahnarztbesuch in diesem Jahr für Patienten noch lohnen kann.
Wer eine Krone, Brücke oder Prothese braucht, muss in der GKV ab nächstem Jahr einen größeren Teil der Kosten selbst übernehmen. Doch es gibt einen legalen Trick, um sich die alte Erstattung noch zu sichern - selbst wenn die Behandlung heuer nicht mehr stattfinden kann. Zahnärzte raten zudem dringend zum Abschluss einer Zahnzusatzversicherung. Warum diese immer wichtiger wird, erklärte ein Sprecher der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns jüngst der Mediengruppe Bayern.
So sinken die Festzuschüsse beim Zahnarzt
Nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) werden die Festzuschüsse zur sogenannten Regelversorgung ab 2027 um zehn Prozentpunkte reduziert.
- Ohne Bonusheft: Der Zuschuss sinkt von 60 auf 50 Prozent.
- Mit fünf Jahren regelmäßig geführtem Bonusheft: Der Zuschuss sinkt von 70 auf 60 Prozent.
- Mit zehn Jahren regelmäßig geführtem Bonusheft: Der Zuschuss sinkt von 75 auf 65 Prozent.
Die Prozentangaben beziehen sich dabei auf die Regelversorgung. Entscheiden sich Patienten für höherwertigen Zahnersatz, können die tatsächlichen Eigenanteile noch höher ausfallen.
Leistungen der Regelversorgung bleiben gleich, kosten aber mehr Eigenanteil
"Der Umfang und Inhalt der Regelversorgung bleiben auch zum 1. Januar 2027 unverändert. Geändert wird ausschließlich die Höhe des Zuschusses der Krankenkassen", sagt Dr. Rüdiger
Schott, Vorsitzender des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns auf Nachfrage der Mediengruppe Bayern.
Je aufwendiger die Versorgung, desto stärker macht sich die Absenkung des Festzuschusses bemerkbar. So hoch sind die Zuzahlungen für Kronen, Brücken und Implantate aktuell schon.
Wie viel mehr Geld kostet eine Zahnarzt-Behandlung ab 2027?
Wie stark sich die Änderung auswirkt, zeigt die folgende Übersicht. Die Beispiele beziehen sich jeweils auf die Regelversorgung und den höchstmöglichen Zuschuss bei einem zehn Jahre lückenlos geführten Bonusheft: