Rente: Vorschläge der Rentenkommission sollen durchgesetzt werden
In der Rentenpolitik gilt die Einigung innerhalb der Koalition weitgehend als erreicht. Vorgesehen ist, die Vorschläge der Rentenkommission möglichst unverändert umzusetzen. Im Koalitionsausschuss dürfte es vor allem noch um den zeitlichen Ablauf gehen.
Die Eckpunkte der Reform könnten noch vor der Sommerpause im Kabinett beschlossen werden. Bis zum Jahresende sollen dann die notwendigen gesetzlichen Regelungen ausgearbeitet werden.
Einzelne kritische Stimmen gibt es weiterhin, insgesamt gelten die Aussichten auf eine Umsetzung jedoch als vergleichsweise günstig.
Gesundheit: Zahlreiche Einsparungen geplant
Auch bei der Gesundheitsreform laufen die Arbeiten bereits weit fortgeschritten. Ziel ist es, weitere Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge zu vermeiden. Die vorgesehenen Einsparungen werden derzeit im parlamentarischen Verfahren beraten.
Ein Beschluss des entsprechenden Gesetzes ist noch vor der Sommerpause im Bundestag geplant. Gleichzeitig besteht weiterhin Klärungsbedarf bei einzelnen Sparmaßnahmen, etwa mit Blick auf Belastungen für Patientinnen und Patienten oder die Pharmabranche.
Sollte zusätzlicher Finanzbedarf aus dem Bundeshaushalt entstehen, könnte dies ebenfalls Thema im Koalitionsausschuss werden.
Pflege: Ausgabenbegrenzung im Fokus
Größerer Abstimmungsbedarf besteht in der Pflegepolitik. Nach einem Entwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken wurden unterschiedliche Positionen innerhalb der Koalition deutlich. Hintergrund ist die angespannte Finanzlage der Pflegeversicherung.
Da die Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten abdeckt, steigen die Eigenanteile für Pflegebedürftige seit Jahren. Während der Koalitionsvertrag eine Begrenzung in Aussicht gestellt hatte, stehen nun vor allem Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzung im Fokus.
Diskutiert werden unter anderem Änderungen bei Rentenbeiträgen für pflegende Angehörige, bei Pflegegraden und bei Zuschlägen für Heimbewohnende. Kommunen warnen bereits vor möglichen Mehrbelastungen bei der Sozialhilfe.
Bürokratieabbau: Planungsverfahren sollen beschleunigt werden
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bürokratieabbau. Die Koalition will Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen, Berichtspflichten reduzieren und Verwaltungsleistungen stärker digitalisieren.
Wirtschaftsverbände sehen hierin seit Langem einen wichtigen Hebel zur Stärkung des Standorts. Da viele Vorgaben auf europäischer Ebene entstehen, setzt sich die Bundesregierung auch in der EU für Entlastungen ein.
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