Kannst du vom Lokalstrom profitieren?
Die Abnehmer im Energy-Sharing haben also zwei Stromverträge: ihren Vertrag mit dem Stromlieferanten und einen weiteren mit dem PV-Anlagenbetreiber, der seinen überschüssigen Strom verkauft.
Der frei verhandelbare Betrag, der zwischen der (niedrigen) Einspeisevergütung und dem hohen regulären Haushaltsstrompreis liegt, beträgt üblicherweise 13 ct/kWh, was ein fairer Preis ist. Das Energy-Sharing führt in der Regel zu einem niedrigeren Strompreis für den Stromabnehmer.
Du sparst also Stromkosten und dein Nachbar bekommt Geld für seinen überschüssigen Solarstrom, als bei staatlich garantierter Einspeisevergütung. Wirklich eine klassische Win-win-Situation. Und: Du weißt genau, woher dein Strom kommt (z. B. aus Windkraft oder Solaranlagen aus der Umgebung). Damit stärkst du die lokale Wirtschaft und treibst den Ausbau erneuerbarer Energien voran.
Gibt es Hilfe bei der Installation von Smart Meter?
Eine intelligente und ökologische Stromversorgung brauchte den digitalen Smart Meter, um kontinuierlich auf Daten zurückzugreifen. Über den Engpass bei intelligenten Messsystemen in Deutschland hat inFranken.de berichtet. Kernproblem: Die Ausstattungsquote mit modernen Stromzählern liegt in deutschen Haushalten nur bei 5 Prozent. Das ist der Grund, warum ein intelligentes Stromsystem immer wieder an Grenzen stößt.
Um das Problem über mehr Wettbewerb zu lösen, gibt es zwischenzeitlich sogenannte "wettbewerbliche Messstellenbetreiber (wMSB)" als alternative Lieferanten für einen Smart Meter. Firmen wie Voltus und Discovergy sorgen für einen schnelleren Einbau eines Smart Meters.
Sharing-Gemeinschaften weichen beim Zählertausch häufig auf diese privaten Dienstleister aus, um so die elend langen Wartezeiten von oft vielen Monaten zu umgehen. Die Kosten für einen Smart Meter belaufen sich auf 30 bis 140 Euro (ohne Installation).
Welche Dienstleister gibt es, die die Organisation und das "Handling" übernehmen?
Obwohl der Markt des Energy-Sharings noch sehr jung ist, gibt es erste Service-Dienstleister. Es ist davon auszugehen, dass es in Zukunft mehr Anbieter geben wird, die die Abwicklung von Energy Sharing als Dienstleister übernehmen.
WeShareEnergy ist eine der ersten Plattformen in Deutschland, die sich darauf spezialisiert hat, Erzeuger und Verbraucher über das öffentliche Netz digital zu vernetzen. Und das sind die Dienstleistungen: WeShareEnergy stellt das Kundenportal, trackt die Energiedaten in Echtzeit und wickelt die Zahlungen ab. Für diesen Service verlangt der Verein 1 Cent pro genutzter Kilowattstunde. In die gleiche Richtung marschiert die Firma Metergrid, wobei hier der Schwerpunkt auf der Vermarktung von Mieterstrom liegt.
In Österreich hat sich neoom (KLUUB) als bedeutender Anbieter beim Service für Energiegemeinschaften etabliert. Die Plattform will in ihr Geschäftsmodell auch Deutschland zukünftig einbeziehen. Außerdem gibt es kleinere, regionale Netzanbieter (wie die EWS Elektrizitätswerke in Schönau), die die Stromteilung unter Nachbarn unterstützen. Energy Sharing ist eine attraktive Option, um die lokale Energiewende voranzutreiben und Kosten zu sparen.
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