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Tödliche Gefahr Kohlenmonoxid: Das müssen Sie wissen, um eine Vergiftung zu vermeiden

Kohlenstoffmonoxid - es ist geruchlos, kann sich in der Luft anreichern und bis zum Tod führen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat nun eine Umfrage gestartet: Sind wir Deutschen ausreichend über das Risiko informiert? Wir haben alle wichtigen Informationen für Sie zusammengefasst,
 
Im Jahr 2016 wurden ganze 3576 Personen mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Symbolfoto: Martina Müller
Im Jahr 2016 wurden ganze 3576 Personen mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Symbolfoto: Martina Müller

Wenn nicht bemerkt wird, dass gasbetriebene Geräte oder Ofenabzüge defekt sind, dann kann sich schnell Kohlenstoffmonoxid in der Luft anreichern - dies kann gravierende Folgen haben und schlimmstenfalls bis zum Tod führen.

Das Bundesamt für Risikobewertung hat nun eine repräsentative Bevölkerungsbefragung mit über 1000 Teilnehmern gestartet und getestet, wie gut wir Deutschen über das Vergiftungsrisiko und den Umgang mit Kohlenstoffmonoxid informiert sind.

Das Wichtigste zuerst: Was genau ist Kohlenstoffmonoxid?

Beim Kohlenmonoxid handelt es sich um ein Gas, welches farb- und geruchlos ist. Es lässt sich demnach nur schwer identifizieren. Wenn das Gas in zu großen Mengen eingeatmet wird, kann es zum Erstickungstod führen. Kohlenmonoxid-Vergiftungen müssen nicht immer zum Tod führen - sie können jedoch schwere neuropsychologische Spätfolgen mit sich bringen.

Erste Symptome einer Vergiftung sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Sollte der Körper dem Gas weiter ausgesetzt bleiben, dann kommen Muskelschwäche, Herzrasen und Bewusstseinsstörungen hinzu. Meist hindern diese Symptome Betroffene daran, sich von selbst in Sicherheit zu bringen.

Das Kohlenmonoxid-Risiko darf nicht unterschätzt werden: Im Jahr 2016 wurden insgesamt 640 Todesfälle durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen dokumentiert. Damit ist sie nach Drogen und Arzneimitteln die Vergiftungsart mit den meisten Todesfällen.

In welchen Situationen kann es zur Vergiftung durch Kohlenmonoxid kommen?

In der Umfrage konnte festgestellt werden, dass 98 Prozent der Befragten Vergiftungsgründe wie beispielsweise Autoabgase in Garagen, Brände in Gebäuden und verstopfte Kaminabzüge bereits kennen und bewusst auf sie achten.

Weitaus weniger bekannt ist jedoch, dass eine Vergiftung auch durch das Rauchen einer Shisha (Wasserpfeife) in geschlossenen Räumen erfolgen kann - nur 59 Prozent der Befragten erwähnen den Punkt. Noch weniger Menschen - nur 20 Prozent - wissen, dass Holzpellets bei der Lagerung CO ausgasen. Demnach scheinen nicht alle relevanten Risikofaktoren bekannt zu sein.

Farb- und geruchlos: Woran kann man das Gas trotzdem erkennen?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Kohlenstoffmonoxid um ein geruchloses und farbloses Gas. Man kann es weder sehen, noch schmecken, hören oder fühlen. Auch ist es wichtig zu wissen, dass normale Rauchmelder keinen CO-Alarm abgeben. Sollten Sie sich in einem Raum mit einem normalen Rauchmelder befinden und dieser Raum füllt sich mit CO, dann werden Sie nicht gewarnt.

Körperliche Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel können ein erstes Anzeichen auf Kohlenmonoxid in der Luft sein. Nur ein offizieller CO-Melder kann jedoch ganz genau erkennen, ob sich Kohlenstoffmonoxid in der Luft befindet und ob ein Risiko besteht.

Mehr Information und Kaufen

Das können Sie tun, um sich vor Kohlenmonoxidvergiftungen zu schützen

Sollten Sie sogenannte "Risikogeräte" - dazu zählen Shishas, Gasthermen, Kamine oder Kachelofen, Holzkohlegrills - besitzen, dann müssen Sie wachsam bleiben.

Jährliche Inspektionen

Wichtige Maßnahmen, um nicht in Gefahr zu geraten, sind zum Beispiel jährliche Inspektionen. Kamine, Heiz- oder Kachelofen, Gasthermen oder andere mit Gas betriebene Geräte sollten regelmäßig überprüft werden. Holzkohlegrills, Heizpilze und Notstromaggregate sollten nicht in Innenräumen oder Garagen genutzt werden.

Ausreichend Belüftung

Weiterhin sollten Sie beachten, dass Sie in Garagen keine Automotoren laufen lassen. Auch Shishas sollten in Innenräumen nur bei ausreichender Belüftung geraucht werden, um das Vergiftungsrisiko zu minimieren.

Spezielle Lagerräume

Achten Sie darauf, dass Ihre Holzpellets so gelagert sind, dass Gase nicht in Räume entweichen können, in denen sich Menschen aufhalten. Spezielle Holzpellet-Lagerräume müssen regelmäßig belüftet werden.

Offizielle Kohlenstoffmonoxid-Melder

Am wichtigsten ist und bleibt: Nutzen Sie für Ihr Zuhause Kohlenstoffmonoxid-Melder. Wenn ein Alarm losgeht, dann evakuieren Sie sofort alle Personen im Haus und rufen Sie die Feuerwehr. Sollten Sie erste Symptome eine CO-Vergiftung spüren, dann suchen Sie einen Arzt auf.

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