Der als Muskelkater bekannte Schmerz, der nach ungewohnter oder neuer Bewegung oder sehr intensivem Training auftritt, ist eine Mik roverletzung des Muskels. Dem Bayreuther Sportwissenschaftler Wolfgang Buskies zufolge spürt man den Schmerz nicht sofort, weil es in den Muskelfasern keine Schmerzrezeptoren gibt, die direkt ans Hirn weitermelden können. Und es dauert, bis ein Schmerzrezeptor außerhalb der Muskelfaser reagiert. "Wenn jemand leichten Muskelkater hat, heilen die Mikroverletzungen wieder, da muss man sich keine Sorgen machen."


Mythos Magnesium

Muskelkater ist also nicht gefährlich - er ist allerdings auch kein Hinweis auf ein besonders effektives Training. Sonst hätten ihn Leistungssportler ständig. Jedoch bekommen ihn häufig Menschen, die mit Bewegung erst beginnen. Sportwissenschaftler Buskies rät, am Anfang nicht zu übertreiben. Nach ein paar Trainingseinheiten bekommt man keinen Muskelkater mehr. Ein Wundermittel dagegen gibt es aber nicht. "Magnesium ist zwar für die Muskelfunktion unerlässlich und hilft gegen Krämpfe. Aber nicht gegen Muskelkater. Dieser ist ja keine Stoffwechselsache."
Wer Muskelkater hat, sollte sich moderat bewegen. Das ist das Einzige, was ein wenig hilft - und für die Zukunft, die Muskulatur möglichst gut trainiert zu halten.