• Bei einem Schlaganfall ist es wichtig, sofort zu handeln. Die ersten Minuten sind entscheidend
  • Jedes Jahr erleiden 50.000 Menschen in Bayern einen Schlaganfall
  • Treten Symptome auf, sofort 112 anrufen
  • Selbst, wenn die Symptome zurückgehen, muss die betroffene Person sofort ins Krankenhaus

In Deutschland liegt der Schlaganfall auf Platz drei der häufigsten Todesursachen. Auch ist er nach Informationen der Universität Erlangen die Hauptursache für Behinderungen im Alter. In Deutschland erleiden jedes Jahr 270.000 Menschen einen Schlafanfall, 50.000 davon in Bayern. Doch wie erkennt man einen Schlaganfall, und wie reagiert man richtig?

Schlaganfall erkennen: Mögliche Symptome

  • Plötzlich auftretende Schwäche/Ungeschicklichkeit eines Armes und/oder Beines, typischerweise auf einer Körperhälfte
  • Plötzliche halbseitige Pelzigkeit oder Taubheit im Gesicht oder an den Gliedmaßen
  • Auftreten einer Gesichtslähmung ("schiefer Mund")
  • Neu aufgetretene Probleme beim Sprechen oder im Sprachverständnis
  • Sehstörungen (Doppelbilder, Gesichtsfeldausfälle)
  • Bisher nicht gekannter Drehschwindel
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Schlagartig auftretende Kopfschmerzen ("so schlimm wie noch nie")

Das müssen Sie bei Symptomen tun

Treten eines oder mehrere der oben genannten Symptome auf, müssen Sie sofort den Notruf 112 wählen!

"Der häufigste Fehler bei Schlaganfällen ist, den Notruf zu spät abzusetzen", erklärt der Notfallsanitäter Alexander Fründt. Tatsächlich liegt das Zeitfenster vom Beginn der Symptome bei 4,5 Stunden, so die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft. Innerhalb dieses Zeitraumes muss die Behandlung in der Schlaganfall-Spezialstation, der sogenannten Stroke Unit, erfolgen.

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Je schneller Sie handeln, desto geringer kann der Schaden für die betroffene Person ausfallen. Denn bei einem  Schlaganfall, also einem Verschluss eines Gehirngefäßes, werden pro Minute 1,9 Millionen Nervenzellen, 14 Milliarden Synapsen und 12 Kilometer Nervenfasern zerstört. Gehen Sie hier also auf keinen Fall ein Risiko ein und alarmieren Sie den Notruf.

Je früher der Person geholfen wird, desto wahrscheinlicher ist es für sie, den Schlaganfall ohne dauerhafte körperliche Behinderungen zu überstehen. Denn durch eine frühzeitige Therapie in den ersten Stunden nach dem Beginn der Symptome können dauerhafte Behinderungen gemindert und teilweise verhindert werden. Hier erfahren Sie mehr über die Entstehung der Erkrankung und Behandlungsmöglichkeiten für Schlaganfall-Patienten in Bayern.

Schlaganfälle können durch eine gesunde und aktive Lebensweise sowie durch eine ausgewogene Ernährung vermieden werden. Erfahren Sie hier, welche Lebensmittel einer Herz-Kreislauf-Erkrankung vorbeugen oder welche Lebensmittel das Schlaganfall-Risiko erhöhen.

Lese-Tipp: "Schlaganfall: Verstehen - vorbeugen - behandeln. Was Betroffene, Angehörige und Therapeuten wissen sollten"* von Holger Grötzbach.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Schlaganfall und Stroke Units sowie Checklisten oder Schlaganfall-Risiko-Tests bekommen Sie unter www.schlaganfall-hilfe.de oder www. dsg-info.de.

 

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