• Schlafapnoe: Ursachen, Symptome und was du dagegen tun kannst
  • Schnarchen und Atemaussetzer - wie gefährlich ist das lästige Geräusch wirklich?
  • Hier erfährst du, wie du gegen Schlafapnoe vorgehen kannst

Mehr physische Aktivität und weniger Zeit im Sitzen: Bei der Ausprägung einer sogenannten Schlafapnoe sollen diese Faktoren laut einer Studie, die in der Fachzeitschrift "European Respiratory Journal" eine entscheidende Rolle spielen.

Schlafapnoe - viel mehr als nur Schnarchen 

Bei dem Begriff "Schlafapnoe" denken viele zuallererst an das lästige Geräusch, das jeden, der sich im gleichen Zimmer oder gar im gleichen Bett aufhält, den Schlaf raubt: Schnarchen. Aber hinter der Erkrankung steckt viel mehr. Leidet ein Mensch unter Schlafapnoe, so kommt es mitunter zu Atemaussetzern in der Nacht - und die können gefährlich werden. Betroffene können nicht nur Bluthochdruck entwickeln, sondern infolge dessen Erkrankungen wie Herzschwäche, Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erleiden.

Die Atempausen stören die Schlafqualität, so dass es zu Symptomen wie starker Müdigkeit am Tag und Konzentrationsschwäche kommen kann. Außerdem können die Aussetzer bei Betroffenen zur Entwicklung von Bluthochdruck beitragen. Wer besonders betroffen ist, kann in der Nacht auf eine bestimmte Atemmaske zurückgreifen. Diese Behandlung hat sich in den vergangenen Jahren besonders etabliert.

Die Atemaussetzer dauern meist zwischen 10 und 30 Sekunden. Ist die Schlafapnoe besonders ausgeprägt, können sie aber auch minutenlang andauern. Meist sind bei Betroffenen die Atemwege verengt, dies kann nicht nur durch Alkohol, Drogen, Medikamente oder Übergewicht der Fall sein, sondern ist manchmal auch schlicht auf eine anatomische Besonderheit des Betroffenen zurückzuführen.

Von Schlafapnoe betroffen: Was kann ich tun?

Eine Studie aus der Fachzeitschrift "European Respiratory Journal" hat das Syndrom genauer in den Blick genommen.  Im Zuge der Studie wurden Daten von rund 119 000 Frauen und 19 000 Männern ausgewertet. Das Ergebnis: Bewegung und physische Aktivität sind der Schlüssel zu einem erholsamen Schlaf. Das ist auf den ersten Blick nichts neues. Schon lange wissen wir, wer sich tagsüber bewegt und Sport treibt, schläft besser. 

Aber, dass die Bewegung auch gegen ernsthafte Atemwegsverengungen wie Schlafapnoe helfen kann, ist neu. Betroffenen kann dieses Ergebnis Hoffnung geben. Die Devise lautet also: Öfter mal raus aus dem Sessel oder aufstehen vom Bürostuhl, vor einem gemütlichen Couch-Abend einfach noch einmal raus an die frische Luft. Etwas gegen die Schlafapnoe tun, sollten Betroffene unbedingt: Bleibt das Syndrom unbehandelt, verringert sich die Lebenserwartung laut der Deutschen Lungenstiftung um rund zehn Jahre. Reicht Bewegung allein nicht aus, sind unter anderem das Tragen von Mund-Nasen-Masken (CPAP-Therapie) oder Unterkieferschienen beim Schlafen Behandlungsmöglichkeiten. Auch operative Eingriffe können eine Option sein. 

Das könnte dich auch interessieren: Experten verraten, was du gegen Schnarchen tun kannst.