Nasenspray hat keine berauschende Wirkung - anders als etwa Alkohol und andere Drogen, die süchtig machen können. Allerdings besteht die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit, erklärt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. Das gilt für alle Nasensprays mit gefäßzusammenziehender, also abschwellender Wirkung.

Sie sorgen bei akutem Schnupfen dafür, dass die Nase wieder frei wird. Das ist erst einmal positiv - nach fünf bis sieben Tagen tritt allerdings ein Gewöhnungseffekt ein. Die Schleimhäute schwellen dann ohne Nasenspray gar nicht mehr ab. Und das hat negative Folgen. Denn erstens kann der permanente Einsatz von Nasenspray die Schleimhaut schädigen. Außerdem droht der Verlust der Geruchsfähigkeit- und damit auch der Geschmacksfähigkeit.

Abhängig von Nasenspray? So gelingt die Entwöhnung

Die Entwöhnung gelingt am besten schrittweise, erklärt Uso Walter, Vorsitzender des HNOnet NRW der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst kauft man ein antiallergisches Nasenspray oder ein Meersalznasenspray und verwendet dieses morgens und abends. Das bisherige abschwellende Spray kommt bei Bedarf zum Einsatz. Ist es halb leer, wird es zur Hälfte mit Salzwasser gefüllt. Dazu einen Liter Wasser mit einem Esslöffel Kochsalz mischen.

Immer, wenn das Nasenspray halb leer ist, füllt man es wieder mit der Salzlösung auf. Ist das antiallergische Spray leer, lässt der Patient es einfach weg. Nach ungefähr drei Wochen ist der Entzug geschafft, erläutert Walter. Dann steckt nämlich in der Regel nur noch Salzlösung im Fläschchen.

Lässt sich das bisherige abschwellende Spray nicht auf- und zuschrauben, kauft man am besten eins, bei dem das funktioniert, und schüttet das bisherige Spray dort hinein.

Wer abschwellendes Nasenspray nur bei verstopfter Schnupfennase anwendet und das nicht länger als fünf bis sieben Tage verwendet, muss sich übrigens keine Sorgen machen. So schnell wird man von dem Präparat in der Regel nicht abhängig.

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red/dpa