• Depression: So unterschiedlich sind die Symptome
  • Die Krankschreibung: Hinweise und Tipps
  • Zahlen und Fakten rund um Depressionen

Psychische Erkrankungen sind ebenso wie körperliche Erkrankungen ernst zu nehmen. Sie bedürfen einer dringenden Behandlung, weshalb auch depressionsbedingte Krankschreibungen notwendig werden können. Diese Hinweise können dir dabei helfen, die Angelegenheit angenehm für dich zu gestalten.

Depression: Tipps und Hinweise zur Krankschreibung

Die Symptome einer Depression äußern sich von Person zu Person unterschiedlich und sind verschieden stark ausgeprägt. Dies kann es in einigen Fällen schwierig machen, eine Krankschreibung aufgrund der Depression zu erhalten. Erkennst du jedoch Symptome wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Interessenlosigkeit oder typische Nebensymptome wie Selbstzweifel und Selbstvorwürfe, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und extremes Schlafbedürfnis, Zustände starker Unruhe oder einen Verlust der Libido bei dir, solltest du nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen. Dieser kann dir auch zur Verbesserung deines psychischen Befindens bei der Suche nach einer psychologischen Unterstützung helfen. Andernfalls kannst du dich über Online-Portale nach einer*m Psycholog*in umschauen, damit du schnellstmöglich Hilfe bekommst.

Die Krankschreibung erhältst du, wie auch bei jeder anderen Krankheit, nach einer Diagnose durch deine*n Haus- oder Facharzt*ärztin auch von dieser*m. Alternativ können auch Tele-Mediziner*innen dir eine solche Krankschreibung ausstellen, wenn es dir schwerfällt, den Weg in eine Praxis zu bewältigen. Eine Möglichkeit, den Kontakt zu einer medizinischen Assistent*in aufzubauen, ist beispielsweise TeleClinic. Das Personal kann dir zudem weiterhelfen, einen Therapieplatz zu finden.

Wie lange du krankgeschrieben wirst, hängt von deinem individuellen Krankheitsverlauf ab. Bist du an einer sehr schweren Depression erkrankt, ist es möglich, dass du dauerhaft nicht mehr arbeitsfähig bist. Hast du eine Krankschreibung bekommen, musst du wie gewohnt deine*n Arbeitgeber*in über deinen Arbeitsausfall informieren und im Anschluss eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Einen Krankheitsgrund musst du nur vorlegen, wenn er eine betriebliche Relevanz hat; dementsprechend bist du nicht dazu verpflichtet, deinem Arbeitgeber die Depression als Grund anzugeben. Grundsätzlich darfst du sechs Wochen im Jahr krank sein, ohne einen Jobverlust befürchten zu müssen; du erhältst in der Zeit eine Entgeltfortzahlung. Nach Ablauf der sechs Wochen erhältst du das Krankengeld, welches in der Regel etwa 70 % deines Gehaltes entspricht. Vermutest du, dass du länger als sechs Wochen im Jahr krank sein wirst, könntest du eine Beratung durch den Betriebsarzt anfordern. So kannst du ganz nach deinem Fall absprechen, ob du einen Jobverlust befürchten musst oder ob die Lage sich anders regeln lässt.

Rund um Depressionen: Zahlen und Fakten

Depressionen sind keine Seltenheit: Allein in Deutschland erkranken rund 8,2 % der erwachsenen Deutschen (18 – 79 Jahre) im Laufe ihres Lebens einmal an einer depressiven Störung. Dies entspricht 5,3 Millionen Menschen. Wie bei jeder anderen Krankheit auch kann es erforderlich werden, dass du dich einmal krankschreiben lassen musst. Aus dem BKK Gesundheitsreport 2020 geht hervor, dass im Bereich der psychischen Erkrankungen die depressive Episode als Ursache für Arbeitsunfähigkeitstage sowohl bei Männern als auch bei Frauen auf dem ersten Platz steht. Zwar treten den Untersuchungen zufolge Depressionsdiagnosen nicht häufig vor, jedoch weisen sie pro Fall sehr hohe Ausfalltage auf. Je nach Schwere der Depression können Ausfallzeiten von acht bis neun Kalenderwochen auftreten.

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Obwohl psychische Erkrankungen wie die Depression keine Seltenheit sind, scheuen sich viele davor, sich eine Krankschreibung einzuholen. Der Grund dafür ist, dass sie Angst vor negativen Folgen haben - immerhin wird der Bereich der psychischen Erkrankungen auch heute noch häufig stigmatisiert.

Vor einer depressionsbedingten Krankschreibung solltest du keine Angst haben: Es handelt sich immerhin um eine sehr schwere seelische Erkrankung, die sogar lebensbedrohliche Formen annehmen kann. Laut Deutscher Depressionshilfe gilt eine Depression als die Hauptursache von Suiziden; allein in Deutschland sterben pro Jahr etwa 9.200 Menschen durch Suizid. Es ist wichtig, sich als Betroffene*r professionelle Hilfe zu suchen und sich bei Bedarf auch eine Krankschreibung einholen zu lassen.

Fazit

Grundsätzlich bedarf eine Depression, ebenso wie jede andere Krankheit auch, einer Behandlung durch eine*n Facharzt*ärztin. Aufgrund dessen solltest du dich niemals schämen oder zögern, dir Hilfe zu suchen und dich krankschreiben zu lassen. Wie lange die Krankschreibung geht, kann nicht pauschalisiert werden, sondern hängt ganz von der individuellen Diagnose ab. Möchtest du nicht, dass dein*e Arbeitgeber*in von deiner Depression erfährt, kannst du dir eine neutrale Krankschreibung einholen.

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