• Billharziose Erreger: Eine Krankheit, ausgelöst durch Parasiten
  • Auslöser ist ein Tropenwurm mit hoher Fortpflanzungsrate
  • Wo ist der Parasit am weitesten verbreitet?
  • Wie ansteckend ist die Billharziose-Erkrankung?

Die Krankheit Billharziose, ausgelöst durch einen Parasiten breitet sich rasant aus. Auch in Deutschland ist es bereits möglich, sich mit dem Getier zu infizieren. Obwohl 90 Prozent der Fälle von Menschen ausgehen, die infiziert aus einem Urlaub zurückkommen, ist die Gefahr bei weltweit über 250 Millionen aktiven Fällen mehr als real. Auch immer mehr Tiere werden zum Opfer von gefährlichen Parasiten. Bilharziose (Schistosomiasis) ist eine Wurmerkrankung, ausgelöst durch die Larven sogenannter Pärchenegel (Schistosoma). Das bedeutet, es bedarf sowohl ein Männchen als auch ein Weibchen für die Fortpflanzung. Der Parasit hat eine rasante Fortpflanzungsrate und lebt in den Blutgefäßen seines Wirts. Wasserschnecken fungieren als Zwischenwirte. 

Die Billharziose-Gefahr ist real: 250 bis 300 Millionen Menschen bereits infiziert 

Eingefangen wird Erreger vorwiegend im Süßwasser.  Hier befällt er zuerst bestimme tropische Schneckenarten, in denen sich dann Larven entwickeln. Anschließend verlassen diese den Wirt und gehen wieder ins Wasser über. Sofern Menschen in diesem Wasser schwimmen oder baden, saugen sich die Larven unbemerkt an der Haut des neuen Wirtes an und dringen in den Körper ein. Sobald das Getier im Körper angekommen ist, wandern sie in die Lunge und Leber, wo diese sich wieder vermehren. Anschließend werden Eier in den Darm und die Blase gelegt, bis sie schließlich wieder ausgeschieden werden. 

Symptome nach einem Befall gliedern sich in drei Phasen: Kurz nach dem Eindringen kann es vor allem zu Rötungen und Ausschlag kommen. Im Spielraum von 10 Wochen zeigen sich Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Das finale Stadium bilden blutige Schleimauswürfe im Stuhl, sowie Organbeschwerden. Letztere können tödlich enden. 

Die Parasiten kommen vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor. Gerade in Afrika sind stehende Gewässer meist mit dem Parasiten versucht. Vor allem, weil hier viele Schneckenarten leben, die der Parasit für seine eigene Vermehrung nutzt.  Ein weiteres großes Problem ist, dass viele Menschen oft gar nicht wissen, dass sie mit dem Erreger infiziert sind. Da dieser den Menschen vor allem als Brutstätte für die Eier nutzt und diese mit allen Ausscheidungen abgegeben werden, infizieren sich schnell viele verschiedene Personen.

Billharziose Symptome: Gute Behandlungsmöglichkeiten bei Befall 

Dabei sind die Therapiemaßnahmen nach einem Befall relativ gut. Mittels einer Tablettenkur werden die Jungwürmer im Körper getötet bzw. so stark geschädigt, dass das hauseigenen Immunsystem dem Parasiten den Garaus machen kann. Nach und nach sterben dann alle anderen ebenfalls ab.